„Vorschau auf die 56. Hauptsonderschau unter besonderen Bedingungen“

Am 17. September ereilte uns die Nachricht, dass der KTZV Neudrossenfeld alle Veranstaltungen bis zum Februar 2021 abgesagt hat. Darunter fällt auch unsere 56. Hauptsonderschau. Wer die Leidenschaft und das Engagement  unserer Freunde in Neudrossenfeld kennt, weiß wie schwer ihnen diese Entscheidung gefallen sein muss. Hierfür unseren Respekt und unser aufrichtiges Mitgefühl!

Aufgrund der aktuellen Situation und der sich täglich ändernden Nachrichtenlage hat der Vorstand bereits im Vorfeld über mögliche Alternativen nachgedacht, mit der dafür nötigen Umsicht und unter Berücksichtigung der aktuellen Lage.

Um nicht innerhalb von 3 Jahren wiederum ein Hauptsonderschau ausfallen lassen zu müssen, haben wir bei dem Heimatverein unseres 2. Schriftführers André Richter in Böhrigen (Sachsen) die Möglichkeit gefunden, eine Hauptsonderschau „light“ durchzuführen. Konkret bedeutet das eine um 1,5 Tage verkürzte Schau – leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um den behördlichen Auflagen gerecht zu werden.

Alle SV-Mitglieder dürfen die Schau – auch wenn sie nicht ausstellen – besuchen.

Konkret heißt das, dass erst freitags die Tiere eingeliefert und schon am Sonntag um 09.00 Uhr die Tiere ausgesetzt werden. Ab 09.30 Uhr werden wir gemeinsam die Halle wieder herrichten. Ein Katalog wird ohne Bewertungsnoten am Schauwochenende zur Verfügung gestellt. Nach der Schau erhält jeder Aussteller noch einen vollständigen Katalog mit allen Bewertungsnoten und Auswertungen.

Theoretisch kann sich die Lage auch in Sachsen bis Januar ändern. Dennoch gehen wir bewusst dieses Risiko ein, um Euch Züchtern die Möglichkeit zum Vergleich und Tieraustausch zu geben. 

Auch wenn der Ein oder Andere von Euch für evtl. Maßnahmen und Auflagen wenig Verständnis haben wird, bitten wir um Beachtung und Befolgung der uns von 3. Stelle evtl. auferlegten Regeln. Auch für uns als Veranstalter ist das ein zusätzlicher Aufwand, den wir uns allen gerne ersparen würden.

Ein Dank an dieser Stelle an alle, die hier schnell zupackend für eine Alternative zum Wohle der Luchstaubenzucht gesorgt haben.

Auf nach Striegistal – die 25. Hauptsonderschau in Neudrossenfeld ist nur verschoben – nicht aufgehoben!

Für die Ausstellungsleitung

Jürgen Beck und Stefan Iding

Die im Zuge der Landesverbandschau Brandenburg vom 14. – 15.11.2020 im MAFZ Paaren/Glien geplante Gruppenschau der Gruppe Berlin wurde abgesagt.

Wir zitieren hier den LV Vorsitzendes des Landesverbandes Brandenburg Rolf Graf wie folgt:

Sehr geehrte Züchterfreunde,

mit großem Bedauern müssen wir LEIDER die LV-Schau 2020 absagen !

Die Beschränkung von max. 360 Personen gleichzeitig in den Hallen des MAFZ (trotz des eingereichten Hygienekonzept) ist keine Option für einen zufriedenstellenden Ablauf.

Der LV- Vorstand und die Mitarbeiter der LV-Schau haben alles daran gesetzt um eine geordnete Schau unter den erschwerten Bedingungen durchführen zu können.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand können die angrenzenden LV- Schauen und Bundesschauen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen mit Nationale Siegerschau in Leipzig, Thüringen mit VZV + VHGW in Erfurt und Hannover mit VDT durchgeführt werden.

Die bereits eingegangenen Meldungen sind somit storniert.

Die eingezahlten Beiträge werden den Zuchtfreunden vollständig zurück überwiesen.

Es bleibt an dieser Stelle die Hoffnung, dass sich diese Pandemie nicht weiter verschärft!

Wir werden in positiver Hinsicht die Vorbereitungen für eine LV-Schau im kommenden Jahr am 13. + 14. November 2021 in Paaren betreiben.

Bleibt Gesund + mit freundlichen Grüßen

für den LV- Vorstand und die Ausstellungsleitung

gez. Rolf Graf LV- Vorsitzender

Die Gruppenschau 2020 der Gruppe Franken, die am 14. und 15. November 2020 in Reckendorf hätte über die Bühne gehen sollen, muss abgesagt werden.
Ausstellungsleiter Bertram Trinkerl teilte am 17. September mit, dass er
und sein Team unter den geforderten Auflagen die Schau nicht durchführen können.

Meines Erachtens ist diese Entscheidung nachvollziehbar und
alternativlos.

Die Herbstversammlung einschließlich nachzuholender
Jahreshauptversammlung findet wie geplant am Sonntag, 29. September 2020 in Burghaig statt.

Joachim Hagen
Vorsitzender

55. Hauptsonderschau des SV der Luchstaubenzüchter

Vom 2.-5.01.2020 fand wie immer am Traditionsort Neudrossenfeld unter der Schirmherrschaft des Landrates des Landkreises Kulmbach Klaus Peter Söller unsere HSS statt. Mit 1177 Tauben waren beste Rahmenbedingungen gegeben, die durch die Ausstellungsleitung Stefan Iding und Jürgen Beck für einen vollen Erfolg der 55.HSS sorgten.

Einreihiger Käfigaufbau in Augenhöhe und hervorragende Lichtverhältnisse trugen maßgeblich dazu bei.

Unser besonderer Dank gilt dem Geflügel- und Kaninchenzuchtverein Neudrossenfeld und Umgebung e. V. unter Leitung seines Vorsitzenden Harald Kull für die Unterstützung und Versorgung der Aussteller und Besucher.

Bevor ich zur Einschätzung der einzelnen Farbenschläge komme, vorweg einige grundlegende Bemerkungen.

Unsere Luchstaube soll und muss eine Formtaube bleiben, die durch Betonung der Brustbreite und Brusttiefe auf sich aufmerksam macht. Auch wenn wir in der Zeichnung Binden und Schuppung eine Perfektion erreicht haben, die selbst bei unseren Farbentauben seines Gleichen sucht.

Bei der Bewertung unserer Luchstauben ist folgende Reihenfolge unbedingt einzuhalten: Form, Grundfarbe, Zeichnung. Ein Tier mit einer vorzüglichen Binde bzw. Schuppung, aber Wünsche o. Mängel in der Form und oder Grundfarbe hat, hat keinen Anspruch auf eine sg Bewertung.

Auch wenn wir keine King- oder Strasserköpfe haben wollen, müssen wir auf mehr Substanz und Form des Kopfes hinarbeiten. Der Luchstaubenkopf zeichnet sich dadurch aus, das sich der höchste Punkt des Kopfzuges vor dem Auge befindet. Gerade unsere 1,0 sollten schon als solche am Kopf erkennbar sein.

Die Rückenabdeckung ist nach wie vor eine Aufgabenstellung, nicht nur im blaugeschuppten Farbenschlag, obwohl wir hier schon viel erreicht haben. Auffallend viele schwarze Tiere zeigten auf der HSS eine schlechte Rückenabdeckung, vereinzelt auch bei Rot und Gelb. Hier müssen wir von Anfang an gegensteuern, um einer Ausbreitung dieses Übels entgegenzuwirken.

Die Augenfarbe bei unseren gelben Farbenschlägen gilt weiterhin unsere Aufmerksamkeit, denn diese kann ruhig intensiver gewünscht werden.

Auch wenn unsere blauen Farbenschläge Ortfedern zeigen, was genetisch bedingt ist, müssen wir bei unseren Schwarzen, Roten und Gelben Luchstauben auf durchgefärbte Ortfedern bzw. Schwanzfarbe hinarbeiten.

Diese hier genannten Schwerpunkte sollten wir beachten, um den hohen Zuchtstand unserer Luchstauben zu festigen bzw. zu erhalten.

Gewinner der Gedächtnis- und Förderpreise waren:

Friedrich Wilhelm Müller Gedächtnispreis auf alle Blauen- weißschwingigen:

Poschizki, Lars auf blau mit weißen Binden mit 386 Punkten

Hans Häuser Gedächtnispreis auf alle Schwarz-, Rot-, Gelben weißschwingigen:

Wegerer, Hermann auf Schwarz mit weißen Binden mit 386 Punkten

Werner Deutschmann Gedächtnispreis auf alle Farbschwingigen:

Schedl, Ludwig auf gelb-weißgeschuppt mit 385 Punkten.

SV Vorsitzender Wolfgang Dubrau stiftete 2 Förderpreise auf 4 Jungtiere der 2 zahlenmäßig schwächsten Farbenschläge:

gelb-weißgeschuppt farbschwingig       Schedl, Ludwig mit 373 Punkten

rot-weißgeschuppt farbschwingig         Beckmeier, Klaus mit 378 Punkten

Michael Gambel Wanderpokal auf 6 Jungtiere:

Wegerer, Hermann Schwarz mit weißen Binden weißschwingig mit 577 Punkten

Den Reigen der Ausstellungstiere eröffneten zur 55. HSS unsere Silber-weißgeschuppten Luchstauben in der AOC-Klasse. 2 Züchter stellten uns 10 Tiere vor. Insgesamt sollten diese in der Größe, Brustbreite und Brusttiefe mehr zulegen. In der Grundfarbe ist auf mehr Gleichmäßigkeit, besonders in der Brustfarbe zu achten. In der Schuppung musste eine bessere Ausrundung der Ovale und reineres Schuppungsweiß gewünscht werden. Um die Saumfarbe zu halten, müssen wir etwas Schwanzbinde tolerieren. (hv Ch. Braun)

64 Täuber (48j u.16a) der Farbe Blau mit weißen Binden sind zur Bewertung angetreten. Eine wesentliche Verbesserung der Qualität gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgezeichneten verfügten über ausreichende Größe und eine ausgewogene Form. Sie wussten in Brustbreite und Brusttiefe zu überzeugen. Alle, die in dieser Position Defizite hatten, mussten Punktabzug hinnehmen. Ein Problem, das immer wieder auftritt, ist die nachlassende Saumfarbe. Graue Saume lassen keine sg Bewertung zu, eine bekannte Tatsache, die die Züchter immer wieder bei der Zuchtplanung berücksichtigen müssen. Wir brauchen zur Zucht unbedingt die Tiere, die von der Saumbreite an der Grenze sind, sprich zu breit sind. Doch dann sollten diese einen geschlossenen Saum und reines Bindenweiß zeigen. Nur wenigen Tieren wurde eine reinere Brustfarbe gewünscht. Der Wunsch nach besserer Bindentrennung und besseren Bindenschwung sowie nach glatteren Bindensaum musste öfter vermerkt werden. In der Augenfarbe gab es keine besonderen Ausfälle. Das Wiegen der ausgezeichneten Luchstauben zeigte uns, dass der Größenrahmen ausreichend ist. Auf keinen Fall sollten diese noch schwerer werden. Die Zuchtfreudigkeit wird es uns danken. Wünsche nach besserer Rückenabdeckung mussten vereinzelt aufgezeigt werden. (V K. Schütte, hv L. Schedl, L. Poschizki, M. Wohlgezogen 2x und M. Gambel)

Auch die 77 Täubinnen(64j,13a) zeigten sich in der Qualität wieder wesentlich verbessert, eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Schausaison. Überwiegend feine Formentiere mit entsprechender Größe, Grundfarbe und Binden zeigten sich dem Betrachter. Unserer Zuchtfreund Lars Poschizki setzte hier mit seinen Tieren Maßstäbe. Eine hoch anzuerkennende züchterische Leistung. Alle die hier nicht mithalten konnten (Brustbreite, Brusttiefe, Grundfarbe, Bindenweiß und Bindentrennung) mussten Punktabzüge hinnehmen. (V L. Poschizki2x, hv L. Poschizki2x, F. Wittmann, K. Grychtol und L. Schedl)

Gegenüber der letzten HSS konnte der Farbenschlag Blau mit weißen Binden farbschwingig (34 1,0 und 36 0,1) die Qualität nicht halten. Auch wenn die Form und Größe in Ordnung waren, trennten hier Grundfarbe, Binden (Bindensaum, Bindentrennung und Bindenlage) die Spreu vom Weizen. Intensivere Saumfarbe und bessere Bindenlage und Bindentrennung wurden mehrfach in der Wunschspalte vermerkt. Fein in dieser Kollektion die Köpfe. Bei den 1,0 konnte leider kein V vergeben werden. (hv G. Streich 2x, L. Poschizki)

Die ausgestellten Täubinnen zeigten auch in dieser Kollektion eine bessere Form als ihre männlichen Vertreter. Auch wenn 2 Täubinnen mit der Note V besonders herausgestellt werden konnten, zeigten viele 95 Tiere Spitzenqualität, nur minimale Wünsche in den Binden ließen keine höhere Bewertungsnote zu. Nur 3 Täubinnen mussten der Note g vorliebnehmen.

Die gleichen Wünsche, die bei den 1,0 aufgezeigt wurden, wurden auch bei den Täubinnen vermerkt. Das lose Brust und Bauchgefieder ist weiter zurückgedränt worden. (V L. Poschizki, M. Militzer, hv H. Denzler, L. Poschizki)

Der Königsfarbenschlag, Blau-weißgeschuppt, ging mit 108 1,0 (91j u. 17a) in den Wettbewerb. Um zu den Preistieren zu gehören, mussten schon eine vorzügliche Form mit entsprechender Größe gezeigt werden. Dazu das Markenzeichen dieses Farbenschlages eine fehlerfreie Schuppung. Die Tiere mit Wünschen in der Brustbreite und oder Brusttiefe konnten hier kein sg mehr erreichen, auch solche mit grauen Schuppungssaum und ungleichmäßiger Schuppung (gerade im Herzbereich). Die Köpfe, im Allgemeinen schon verbessert, müssen z.T. noch männlicher werden. Ein Übel, Rost im Schuppungsweiß, ist wieder vermehrt aufgetreten und wurde entsprechend mit Punktabzug geahndet. Die Note b war hier die Konsequenz. Die V Tiere verkörperten das derzeit Machbare und waren eine eindrucksvolle Werbung für unsere Luchstauben. Feine Grundfarbe und perfekte Schuppung waren diesen Tieren eigen. Auch hier zeigten viele 95 Tiere Spitzenqualität. (V J. Windorfer 2x, P. Plendl, hv M. Hauser, F. Kuffer 2x)

Auch die 134 0,1 dieses Farbenschlages (121j u. 13a) zeigten in ihren Reihen wunderschöne Rassevertreter. Auch wenn bei einigen Tieren hier kritisch vermerkt werden musste, das Wünsche in der Gleichmäßigkeit der Schuppung, der Schuppungsovale und der Saumfarbe gefordert wurden. Das hohe Zuchtziel, eine vorzügliche Form mit feiner Grundfarbe und perfekter Schuppung zu vereinen, ist schon eine Meisterleistung. Auch in dieser Kollektion einige Tiere mit unsauberen Schuppungsweiß (Rost). Die Augenfarbe lag im Bereich der Standartvorderung. Die Köpfe gefielen mir insgesamt gesehen besser als bei den 1,0. (V M. Hauser, M. Ott, hv F. Kuffer, M. Ott, A. Pieper, K. Kiesewetter, A. Scharf, R. Plendl)

Der Farbenschlag, Blau-weißgeschuppt farbschwingig, war mit 52 Tieren präsent. Um hier zu den Gewinnern zu gehören, musste nicht nur die Form und Grundfarbe überzeugend sein, sondern auch die Zeichnung. Die ausgezeichneten Tiere geben uns die Richtung vor. Auch wenn diese in der Schuppung noch nicht an die Spitzentiere des weißschwingigen Farbenschlages heranreichen, ist der Abstand geringer geworden. Unser Zuchtfreund G. Voigt hatte hier die Messlatte sehr hochgelegt und war der Gewinner in diesem Farbenschlag. Auch das v Tier von S. Weiß konnte gefallen. Wünsche galten der Brustausformung in Breite und Tiefe sowie der Schuppung. Die Ausrundung der Schuppungsovale und die Gleichmäßigkeit des Saumes sind Baustellen für die Zukunft. (V G. Voigt, S. Weiß, hv g. Voigt 2x)

65 Käfige belegte der Farbenschlag Schwarz mit weißen Binden. Exzellente Formen mit feiner Grundfarbe und Binden waren darunter zu finden und zeigten den hohen Zuchtstand dieses Farbenschlages. Wünsche nach mehr Brustbreite und Brusttiefe, nach satterer glanzreiche Grundfarbe und nach besserer Bindentrennung und Bindenreinheit sorgten auch in dieser Kollektion für Abstufung. Die Grundfarbe sollte noch gleichmäßiger werden. Aufgehellte Grundfarbe hinter der 2. Binde ist ein Warnsignal und sollte in der Zuchtplanung berücksichtigt werden. Die durchgefärbte Ortfeder bleibt nach wie vor unser Zuchtziel. Auf gut abgedeckte Rücken ist weiter zu achten. Alle Spitzentiere stammten aus dem Schlag unseres Zuchtfreundes H. Wegerer. Hochachtung vor dieser züchterischen Leistung. (V H. Wegerer 2x, hv H. Wegerer 3x)

Die Qualität unserer 38 ausgestellten Schwarzen mit weißen Binden farbschwingig hat gegenüber unserer letzten HSS nachgelassen. Sie müssen insgesamt wieder kräftiger werden. Die Brustbetonung (Brustbreite und Brusttiefe) konnte bei vielen Tieren ausgeprägter sein. Eine weitere Baustelle ist die Bindenführung und Bindenreinheit. Hier wartet noch viele züchterische Arbeit. Vielleicht hätte das Ergebnis anders ausgesehen, wenn der sonst führende Züchter dieses Farbenschlages seine Käfige nicht leer gelassen hätte. Aus welchen Gründen auch immer. (hv H. Wegerer)

Die Schwarz-weißgeschuppten stellten einmal mehr mit 79 Tieren Ihre Beliebtheit unter Beweis und zeigten eine hohe Durchschnittsqualität. In gewohnter Weise überzeugende Formen mit feiner Grundfarbe und Schuppung. Und was die Bindenreinheit betrifft, ist hier enormes geleistet worden. Die zuchtstandsbezogene Bewertung hat uns hier wesentlich vorangebracht. Die herausgestellten V- Tiere sind eine Werbung für diesen Farbenschlag, was durch den Kontrast Schwarz-Weiß noch besonders unterstützt wird. Bei nur wenigen Tieren mussten Wünsche und Mängel in der Form, Grundfarbe und Schuppung aufgezeigt werden. Der Farbenschlag wird weiter seinen Erfolgsweg gehen. (V Ch. Dutschmann, J. Wenner hv W. Schubbert 2x, J. Borkenhagen, J. Wenner)

In der Kollektion Schwarz-weißgeschuppt farbschwingig konnten 58 Tiere begutachtet werden. Überragende Vertreter in der Spitze legten die Messlatte sehr hoch. Tiere mit Wünschen in der Form, Grundfarbe und Schuppung mussten Punktabzüge hinnehmen. Eine zielgerichtete, zuchtstandsbezogene Bewertung in den letzten Jahren hat wesentlich zum hohen Zuchtstand beigetragen. Auch in diesem Farbenschlag waren einige der mit 95 Punkten ausgezeichneten Luchstaube feine Rassevertreter. Da die Spitzentiere aus mehreren Zuchten stammen, lässt eine weitere Verbesserung der Qualität in der Zukunft erwarten. (V M. Guth, J. Jacob hv P. Chambon, M. Geinzer, J. Jacob)

Die Mannschaft der 45 Luchstauben Rot mit weißen Binden konnte formlich und von der Größe her betrachtet noch etwas zulegen. Wünsche nach mehr Brustbreite und Brusttiefe wurden richtungsweisend vermerkt. Was über den Wunschbereich hinausging ergab nur die Note g. In der Regel, fehlt Brustbreite und Brusttiefe, wirken die Tiere zu lang. Daraus resultiert der hohe Anteil von g-Noten. Selbst bei diesen Tieren traten schlecht abgedeckte Rücken auf. Aus den vorgenannten Gründen konnte in dieser Kollektion keine Höchstnote vergeben werden. Hier wartet noch viel Arbeit auf die Züchter dieses Farbenschlages. Dazu wünsche ich den Zuchtfreunden viel Erfolg. (hv D. Klausch, G. Glöckner, H. Auer).

42 Tiere Rot mit weißen Binden farbschwingig stellten sich der kritischen Bewertung des Preisrichters. Konsequent wurden hier in Fragen der Form, der Grundfarbe und Zeichnung Wünsche und Mängel aufgezeigt, die letztendlich zur Abstufung in der Kollektion führten. Nach wie vor bleibt die Schnabelfarbe eine Baustelle für die Zukunft. Zuchtziel muss der reine Wachsschnabel sein. Mehrere Tiere könnten in der Brustbreite und Unterlinie noch zulegen. Auch wenn die ausgezeichneten Tiere über Klasse Binden verfügten, mussten in der Kollektion Wünsche und oder Mängel im Bindenweiß, Bindenrand und Bindenlage aufgezeigt werden. Auch in diesem Farbenschlag einige Tiere, die den Rücken besser abdecken sollten. Wie beim gelben Farbenschlag, so auch hier, Tiere die in der Schwingen und Schwanzfarbe absetzten und Punktabzug erhielten. (V H. Westerwarp, St. Iding, hv L. Gierschner, H. Westerwarp, St. Iding)

Der Farbenschlag Rot-weißgeschuppt ist mit 85 Tieren zur Bewertung angetreten. Insgesamt muss eingeschätzt werden, das dieser Farbenschlag an Größe und Gewicht gegenüber den anderen Farbenschlägen noch zulegen muss. In dieser Kollektion konnten Tiere mit satter Grundfarbe, prima Schuppung und Kopfpunkten bewundert werden. Alle die in diesen Punkten nicht mithalten konnten, wurden mit Punktabzug bedacht. Tiere mit zu viel Farbstoff im Schild gehören nicht in den Ausstellungskäfig, obwohl diese für die Zucht durchaus wertvoll sein können. Absetzende Bauch- und Rückenfarbe wurde genauso wie schlecht durchgefärbte Schwanzfarbe mit Punktabzug bedacht. Ein Mustertier in Käfig-Nr. 866 vom Züchter w. Weidmann. Feine Form mit traumhafter Grundfarbe und gleichmäßiger Schuppung. (V W. Weidmann, hv W. Schubert, O. Carl, W. Weidmann)

Mit 30 Tieren zählt der Farbenschlag Rot-weißgeschuppt farbschwingig zu den seltenen Farbenschlägen. Was hier die wenigen Züchter geschafft haben fordert unseren Respekt. Die Schwierigkeiten in der Schwungfarbe, die immer wieder eine Gradwanderung darstellt, war bei den Preistieren mustergültig, wie auch die Größe und Form sowie Grundfarbe. Wünsche wurden vom Preisrichter nach mehr Unterlinie, Brustbreite und intensivere Schwingenfarbe aufgezeigt. Auch Probleme in der Schnabelfarbe mussten einige Male angemahnt werden. Klaus Beckmeier konnte hier den Förderpreis des SV-Vorsitzenden W. Dubrau erringen. (V K. Beckmeier, hv O. Carl)

Der Farbenschlag Gelb mit weißen Binden war mit 45 Tieren recht zahlreich vertreten. Das in diesem Farbenschlag die Höchstnote nicht vergeben werden konnte, spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn die hv-Tiere den formlichen Ansprüchen genügten, musste vermehrt der Wunsch nach mehr Brustbreite und oder Brusttiefe geäußert werden. Wünsche in der Gleichmäßigkeit der Grundfarbe, Bindenreinheit, Bindenlage und Bindentrennung führten ebenfalls zu Abstufungen. Zeichnung im Herz- und Schildbereich sind weiter zurück zu drängen. Es wartet noch viel Arbeit, bis wir den Anschluss an die farbschwingigen Vettern vollzogen haben. Eine Anleihe an diesen Farbenschlag würde hier fruchten. Der weiße Schwung kommt relativ schnell wieder. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. (hv B. Fuchs, H. Wegerer)

Gelb mit weißen Binden farbschwingig (62 Tiere), ein Farbenschlag der schon lange nicht mehr zu den Seltenen gehört, brachte viel Licht aber auch viel Schatten zu Tage. Obwohl die Ausgezeichneten durch prima Form und Grundfarbe sowie Binden auffielen, zeigten sehr viele Tiere absetzende Schwung- und Schwanzfarbe. Bei einigen hätte hier ein Mängeleitrag erfolgen sollen. Eine Baustelle für die Zukunft. Geringfügige Abweichungen sind nach wie vor als Wunsch zu deklarieren, aber bitte, wenn es darüber hinaus geht, ist keine sg- Bewertung gerechtfertigt. Auch das Thema Rückenabdeckung ist in diesem Farbenschlag nicht außer Acht zu lassen. Auch der Wunsch nach durchgefärbten Schwanzgefieder musste hier auch wieder angemahnt werden. Kopf und Schnabelfarbe lagen überwiegend im Toleranzrahmen. Eine orangefarbene Augenfarbe ist unsere Zielstellung. (V H. Wegerer, N. Demleitner, R. Hamann, hv W. Pischke, N. Demleitner, P. Halipre, J. Beck)

73 Gelb-weißgeschuppte Luchstauben zeigten feine Formen, Grundfarbe und Schuppung. Form und Größe waren sehr ausgeglichen ohne große Ausfälle. Auch die Grundfarbe ohne Fehl und Tadel, sehr gleichmäßig. Wünsche in der Schwanzfarbe wurden zuchtstandbezogen bewertet. Im Schuppungsweiß, Ausrundung der Schuppungsovale und der Schuppung des Herzbereiches traten Wünsche und Mängel auf, die letztendlich die Abstufung innerhalb der Kollektion ausmachten. Die herausgestellten Tiere demonstrierten den hohen Zuchtstand dieses Farbenschlages. Eine Werbung für diesen Farbenschlag. (V H. Schlosser 2x, hv J. Weber)

Der Farbenschlag Gelb-weißgeschuppt farbschwingig stellte sich mit 45 Tieren dem Urteil des Sonderrichters. Ein Farbenschlag der sich in der Qualität von Jahr zu Jahr verbesserte. Wenn auch auf der letzten HSS die hohe Qualität hervorgehoben wurde, ist eine weitere Steigerung eingetreten. Formlich keine Ausfälle, sorgten schon kleine Differenzen in der Zeichnung und Schwungfarbe für Abstufungen. Die Tiere des Züchters L. Schedl setzten, wie schon in der Vergangenheit, so auch auf dieser HSS, Maßstäbe. Der mit V bewertete Jungtäuber des Züchters ist für diesen Farbenschlag, selbst in Schuppung und Schwingenfarbe, eine Ausnahmeerscheinung. Für mich persönlich das schönste Tier bei den „bunten“ Farbenschlägen. Meine Anerkennung für diese züchterische Leistung. (V L. Schedl, hv L. Schedl 4x)

Zum Schluss meines Berichtes möchte ich mich besonders bei unseren Preisrichtern für die kameradschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Freuen wir uns auf ein Wiedersehen zur 56. Hauptsonderschau vom 07.-10. 01.2021 in Neudrossenfeld. Allen Sonderrichtern des Sondervereins bitte ich diesen Termin vorzumerken, es wird jeder SR dringend gebraucht.

                                                                                   Alwin Herrmann

25. Jahre Neudrossenfeld

Vorschau auf die 56. Hauptsonderschau  

Während wir diese Zeilen Ende Mai verfassen, blicken wir voller Ungewissheit in die Zukunft. Ein Virus namens Covid-19 hält die Welt in Atem bzw. raubt ihr den Atem.

Die Zucht ist in vollem Gange und dennoch wollen wir uns die Zuversicht nicht nehmen lassen. Sicherlich planen wir die kommende Hauptsonderschau unter besonderen Voraussetzungen. Keiner weiß heute, ob sie überhaupt durchgeführt werden darf. Wenn überhaupt wird sie aber mit besonderen Hygienevorschriften und unter besonderen Auflagen stattfinden. Nur wissen wir es heute noch nicht.

Auch wenn der Ein oder Andere von Euch für evtl. Maßnahmen und Auflagen wenig Verständnis haben wird, bitten wir um Beachtung und Befolgung der uns von 3. Stelle evtl. auferlegten Regeln. Auch für uns als Veranstalter ist das ein zusätzlicher Aufwand, den wir uns alle gerne ersparen würden.

Sollte die Schau in diesem Jahr aufgrund behördlicher Anordnung abgesagt werden müssen, werden wir das Standgeld zu 100% erstatten.

Dieses ist nur möglich, da wir Bänder und Leistungspreise erst nach der Schau bestellen und über die Gruppen nachreichen werden. Dadurch halten wir das finanzielle Risiko gering.

Noch eine Besonderheit am Rande: Im nächsten Jahr soll die 25. HSS der Luchstaubenzüchter in Neudrossenfeld stattfinden. Unsere Freunde vom KZV Neudrossenfeld spenden für jeden Richtauftrag einen Bierkrug mit Luchstaubenlogo als Sonderehrenpreis. Ein schönes Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit!

Noch etwas in eigener Sache: Da Stefan Iding voraussichtlich seine Abschlussprüfung als Preisrichter in den nächsten 6 Monaten ablegen wird, soll er auf der nächsten Hauptsonderschau als Allgemeinrichter zum Einsatz kommen. Daher wird Klaus Beckmeier die Meldungen übernehmen. Stefan selbst wird erst nach der Bewertung die Eingabe Fertigstellung des Kataloges und die Auswertung der Leistungspreise übernehmen.

Zum Schluss unser Apell: Bleibt gesund und blickt optimistisch in die Zukunft. Die Welt hat schon größere Krisen bewältigt

Jürgen Beck und Stefan Iding

Am 05.10.2019 führten wir unsere Herbstversammlung mit Jungtierbesprechung wie immer in Wittgensdorf durch. 12 Zuchtfreunde und der Kassierer des SV, Heinrich Eggeling, nahmen daran teil. Es ging um die Vorbereitung der GSS, der Europa-Schau für Luchstauben und der HSS.

Die anwesenden Züchter zollten dem vorliegenden Rundschreiben große Hochachtung.

Die Jungtierbesprechung fand wiederum großen Anklang. Die besten Tiere zeigten nach Meinung unserer anwesenden Sonderrichter  Zfrd. Uwe Schwarz in bl.m.w.Bi. weißschwg. und Jochen Wenner im Farbenschlag schw.gesch. weißschwg.

Letztmalig stellte Gerd Glöckner aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit die Käfige für die Jungtierbesprechung bereit. Für das über Jahrzehnte einmalige Engagement von Gerd sagen alle Gruppenmitglieder nochmals aller besten Dank.

Unsere GSS fand zur Erzgebirgsschau vom 15.-17.11.19 in Großolbersdorf statt. In den Käfigen  standen leider nur 125 Luchstauben in 12 Farbenschlägen und 4Tiere in der AOC Klasse zur Schau. Sicherlich war die etwas geringe Meldezahl wiederum den ungünstig liegenden Schauterminen der folgenden Bundesschauen bzw.  der Europa-Schau für Luchstauben geschuldet.
V- Tiere zeigten die Zuchtfreunde, ZG Müller (2x), Manfred Wohlgezogen und Christian Walther. Des weiteren wurde noch 12 mal hV vergeben.

Die SR J. Lange und J. Weber erläuterten die von ihnen bewerteten Tiere zur GSS.

5 Züchter der Gruppe sendeten ihre Tiere nach Dannemarie im Elsass bzw. waren selbst zur Europa-Schau für Luchstauben am 1. Adventswochenende anwesend. Die französischen Zuchtfreunde um unser Gruppenmitglied Paul Chambon hatten in einer modernen Sporthalle eine würdige Ausstellung aufgebaut. Unsere Züchter stellten 53Tiere in 4 Farbenschlägen aus. Herausgestellt und mit dem Titel Europa-Champion ausgezeichnet wurden Tiere von Paul Chambon, Jens Jacob(2x), Jürgen Weber und Jochen Wenner. Gleichzeitig wurden die Vorgenannten auch noch Europa-Sieger, und zwar

Paul Chambon in schw.gesch.weißschwg.
Jens Jacob in schw.gesch. farbschwg.,
Jürgen Weber in gelb gesch.weißschwg. und
Jochen Wenner in gelb m.w.Bi. farbschwg.

Klaus Sachs erhielt 1xhV.

Von unserer Gruppe stellten 8 Züchter 67 Luchstauben zur LIPSIA/ VDT – Schau in Leipzig aus.

Für die Gruppe erzielte Rolf Lange 1x“V“ auf eine 0,1j in rot-weiß. gesch. weißschwg. Die Zuchtfreunde Jochen Wenner (3x) und Gerd Glöckner(2x) erhielten hV. Deutscher Meister wurde Jochen Wenner mit dem Farbenschlag schwarzweiß gesch. weißschwg.

Der Werbestand des SV wurde durch unsere Gruppe am Freitag der Schau betreut.

Die HSS war wieder der absolute Höhepunkt für alle Luchstaubenzüchter.

Unser Vorsitzender, Udo Ullmann, dankt den  Zuchtfreunden, die aktiv beim Aufbau der Schau mitwirkten sowie allen Helfern beim Abbau der Käfige.

1177 Luchstauben waren zu dieser Schau gemeldet. Aus unserer Gruppe stellten 12 Züchter 123 Tiere aus. Die Höchstnote gab es für Tiere von Jens Jacob (schw.- weiß gesch. farbschwg.) und Jochen Wenner (schw.- weiß gesch. weißschwg.) Weiterhin wurde noch 7 x hV erzielt. Zur Jahreshauptversammlung des SV wurde Zuchtfreundin Petra Lützkendorf mit der silbernen Ehrennadel  des SV geehrt.

Unsere geplante Frühjahrsversammlung musste aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Den Leistungspreis in Auswertung der GSS auf die weißschwingigen Tiere errang Christian Walther mit schw.m.w.Bi. den auf die farbschwingigen Luchse Jens Jacob auf schw.gesch.. Den Pokal auf die besten 3 Jungtiere erhielt ebenfalls Christian Walther.

Auf  hohem  Niveau erfolgte der Pokalwettbewerb zur HSS– Schau. Sieger wurde Jens Jacob.

Unser  traditionelles jährliches Züchtertreffen sollte am 1. Wochenende im April stattfinden. Die bisher als Gäste teilnehmenden Zuchtfreunde der Gruppe Halle hatten sich für die Organisation bereit erklärt. Leider musste auch diese Veranstaltung abgesagt werden. Unser Dank gilt Roland Hamann und seinem Organisationsteam für die viele Mühe in der Vorbereitung.

Am 19.09.2020 wollen wir unsere Herbstversammlung mit Tierbesprechung erstmals in Wildetaube im Vereinsheim (ehemalige Kegelbahn) des Geflügelzüchtervereins durchführen. Das Vereinsheim befindet sich hinter der Gemeindeverwaltung.
Anfahrt: 07980 Wildetaube, Tschirmaer Straße 13.
Beginn 10.00 Uhr.
Wir möchten hiermit zu dieser Besprechung herzlich einladen.
Gäste und Freunde der Luchstauben sind herzlich willkommen.

Einer JTB durch unsere SR soll wiederum umfangreiche Zeit eingeräumt werden.  Um genügend Käfige bereitzustellen, bitten wir um telef. Anmeldung der Tierzahl bei Petra Lützkendorf Tel.: 036603/40876 bis zum 16.09.2020.

Wir hoffen, dass alle eine gute Nachzucht haben und wünschen eine rege Beteiligung an der Versammlung, der JTB und den bevorstehenden Sonderschauen.

J. Wenner
Schriftführer

Der Berichtszeitraum bezieht sich vom 15.04.2019 bis 14.04.2020.

Unsere auf 29. März 2020 terminierte Jahreshauptversammlung konnte aufgrund der allseits bekannten Umstände nicht abgehalten werden. Ich hoffe, wir können unsere JHV zur Herbsttagung mit Jungtierbesprechung im September anschließen. Unser Mitgliederstand beträgt zum 01. April 2020 74 Zuchtfreunde. Dies setzt sich wie folgt zusammen: Kurt Dünkel ist am 07.05.19 verstorben; Rainer Müller aus Helmbrechts ist aus dem SV ausgetreten; am 04.01.20 konnte Dieter Gräbner aus Prebitz neu aufgenommen werden; Norbert und Christoph Demleitner sind innerhalb des SV in die Gruppe Franken gewechselt.

Der Tod unseres allseits beliebten Zuchtfreundes Kurt Dünkel hat ein großes Loch in die Gruppe Franken gerissen. Mit einem Nachruf und der Benennung der 55. Hauptsonderschau als Kurt-Dünkel-Gedächtnisschau haben wir versucht, seinen jahrzehntelangen Bemühungen um die Luchstaubenzucht zu würdigen. Nachdem ich zur Beisetzung wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht anwesend sein konnte, hat sein langjähriger Weggefährte Hans Denzler dort ansprechende und bewegende Worte in seiner Abschiedsrede gefunden. Dafür möchte ich Hans auch an dieser Stelle ausdrücklich danken.

Jürgen Beck, Stefan Brückl und meine Wenigkeit aus der Gruppe Franken haben die Zuchtausschusstagung des SV am 25. und 26. Mai 2019 in Schönberg besucht. Zuchtfreund Jürgen Weber hat die Veranstaltung auf seinem Anwesen perfekt vorbereitet und durchgeführt. Inhaltlich äußerst aussagekräftig waren die Aspekte zur Bewertung der verschiedenen Farbenschläge; welche Auswirkungen dies auf das Zuchtgeschehen hat bzw. welche Anforderungen bei bestimmten Farbenschlägen an das Ausstellungstier gestellt werden können, ohne einen Farbenschlag zu gefährden.

Am 29. August 2019 war eine Vorstandssitzung im Gasthaus von Zfr. Schedl in Wurz anberaumt. Alle 6 Vorstandsmitglieder waren zur Besprechung und Abklärung organisatorischer Fragen anwesend.

Zur Herbstversammlung mit Jungtierbesprechung fanden sich am letzten Septembersonntag in der Ausstellungshalle des KTZV Eschenbach/Opf. 34 Mitglieder und Gäste ein; 65 Jungtauben wurden in annähernd allen Farbenschlägen vorgestellt. Mit diesen Zahlen zeigte sich die Vorstandschaft angenehm überrascht. Dank an Jürgen Plohmann für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.
Folgende Tiere wurden von Zuchtwart Hans Denzler und dem Vorsitzenden herausgestellt:

– blau mit weißen Binden, weißschwingig; Michael Gambel

– blauweißgeschuppt, farbschwingig; Stefan Weiß

– rotweißgeschuppt, weißschwingig; Hans-Günter Schieder

– gelbweißgeschuppt, weißschwingig; Martin Metzner

– schwarz mit weißen Binden, weißschwingig; Manfred Hoh

Das Schuppungssystem insgesamt, die Schwingenfarbe bei den roten und gelben Farbenschlägen sowie die Kopfform standen im Mittelpunkt der Besprechung.

Die Gruppenschau war diesmal bei der Oberfränkischen Bezirksschau in der allseits bekannten Neudrossenfelder Halle angeschlossen. 104 Luchstauben (ohne Leerkäfig) in 11 Farbenschlägen stellten sich der Kritik von SR Siegbert Zehe, der im übrigen hier nach jahrzehntelanger Tätigkeit seinen letzten Bewertungsauftrag wahrnahm,  und meiner Wenigkeit. Es konnten 5 x die Höchstnote und 13 x 96 Punkte vergeben werden. Dies erscheint zwar auf den ersten Blick etwas hoch; ich denke aber, dass dies aufgrund der gezeigten Qualität und der Vielzahl der Farbenschläge gerechtfertigt war. Über 97-Punkte-Bewertung konnten sich freuen:

Stefan Weiß einmal auf eine 0.1 jung in blauweißgeschuppt, weißschwinging und einmal auf einen 1.0 jung blauweißgeschuppt, farbschwingig;

Horst Hartmann auf 1.0 jung rot mit weißen Binden, farbschwingig;

Willi Weidmann auf 1.0 jung rotweißgeschuppt, weißschwingig;

Jürgen Beck auf 1.0 jung gelb mit weißen Binden, farbschwingig;

Zum besten Tier der Gruppenschau wurde der rotweißgeschuppte Täuber von Willi Weidmann gekürt; zum Lohn gabs dazu das von Hauptverein gestiftete Ehrenband. Dieser hochrassige Jungtäuber hatte sich später bei der HSS in Neudrossenfeld gegen große Konkurrenz durchgesetzt und ging wieder mit der Höchstnote aus dem Wettbewerb. Ingesamt zieht die Vorstandschaft der Gruppe Franken ein positives Resümee dieser Gruppenschau.

Zur „kleinen Europaschau“ im französischen Dannemarie vom 30. Nov. bis 01. Dez. hatten 3 Züchter aus unserer Gruppe ihre Tiere in die europäische Konkurrenz geschickt. Dies waren Christian Braun, Hans Denzler und Manfred Hoh. Im Vergleich mit anderen Zuchten konnten alle sehr gut bestehen, wobei Hans Denzler mit 3 x Einzelchampion (je Farbenschlag und Geschlecht wurde dieser Titel vergeben) und 1 x Sieger Gesamtleistung (4 Tiere eines Farbenschlages) zweifelsohne „den Vogel abschoss“.  Neben Jürgen Weber war Unterzeichner als SR aus Deutschland bei dieser Schau verpflichtet. Insgesamt für mich eine sehr interessante Erfahrung; prima Unterbringung, Verpflegung und Betreuung durch die französischen Zuchtfreunde; man hatte den Eindruck hier wird alles etwas lockerer gesehen. Der wahrscheinlich einigen bekannte französische Preisrichter Raimond Haffner war mir als Obmann zugeteilt. Die Zusammenarbeit verlief perfekt; bei den blaugeschuppten Farbenschlägen bestanden keine Unterschiede in der Auslegung bzw. Wertung der geforderten Rassemerkmale. Nach Abschluss der Bewertung haben sich Jürgen Weber und ich die herausgestellten Tiere aller Farbenschläge angeschaut, dabei viel dann schon auf, dass bei den schwarzen, roten und gelben Farbenschlägen etliche Tiere mit bereits von außen sichtbaren Wünschen bzw. Mängeln (z.B. fehlende Schwanzfedern oder Handschwingen bzw.  nicht angepasster Schnabelfarbe) noch zu hohen Bewertungen kamen. Da ich am nächsten Tag einen nicht verschiebbaren Termin hatte, konnte ich am  feuchtfröhlichen Züchterabend mit Benennung der Champions leider nicht teilnehmen.

Die 55. HSS im Januar 2020 übertraf mit der Meldung von annähernd 1200 Tauben die Erwartungen, wozu auch die Züchter der Gruppe Franken einen nicht unerheblichen Teil beitrugen. Zu Ehren von Kurt Dünkel wurde diese HSS als Kurt-Dünkel-Gedächtnisschau durchgeführt; diese Geste kam bei allen Ausstellern und Luchstaubenfreunden mehr als gut an. Es waren in allen Farbenschlägen hochwertige, dem Ideal des Standards sehr nahe kommende Tiere zu sehen. An dieser Stelle sei auch mal ein Dank an die Ausstellungsleiter Stefan Iding und Jürgen Beck erlaubt, die es mit toller Vorarbeit und ihrem Engagement an den Ausstellungstagen verstanden, diese HSS wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Unser  Herbsttreffen mit Jungtierbesprechung ist für Sonntag den 27. September im oberfränkischen Burghaig geplant. Zu diesem Termin soll auch die JHV der Gruppe nachgeholt werden. Die Gruppenschau 2020 soll am 14./15. November in Reckendorf im nördlichen Landkreis Bamberg stattfinden. Zum Zeitpunkt des Lesens dieser Zeilen hoffe ich, dass die Entscheidungen hinsichtlich der Durchführung solcher Veranstaltungen gefallen sind; denken wir positiv.

Joachim Hagen
1. Vorsitzender

Höhepunkt, wie in jedem Jahr, für unsere Gruppe ist unsere Gruppenschau. Im Jahr 2019 fand diese vom 02.-03. November wieder in Offenbach/Queich statt.

Mit 40 gemeldeten Tieren fiel sie leider sehr klein aus, was sich aber keineswegs auf die Qualität der ausgestellten Tiere auswirkte. Aussteller waren: Manuela Haack, Siegfried Hugl, Hans-Werner Hühn und Gast-Aussteller Heinrich Laub

Als Preisrichter konnten wir unseren SR Uwe Fleck gewinnen.
Die Siegertiere stellten:

Siegfried Hugl:

3 x hv96 auf blau m.w. Binden weißschw., blaugeschuppt weißschw., schwarzgeschuppt weißschw. (1x SV-Band)

Hans-Werner Hühn:

2x V 97 auf blau m.w. Binden weißschw. und rotgeschuppt weißschw. (2 x SV- Band),
2 x hv96 auf blau m.w. Binden weißschw. und rotgeschuppt weißschw.

Manuela Haack:

hv96 auf gelb m.w. Binden farbschw.

Heinrich Laub:  

hv96 auf blau m.w. Binden farbschw.

Unsere Sommertagung fand am 7.7.2019 bei unserem Zuchtfreund Siegfried Hugl in Remchingen- Nöttingen statt. Die Herbsttagung war am 6.10.19 in Marxzell- Pfaffenrot. Da beide Termine sehr schlecht besucht waren, haben wir beschlossen nur noch ein Treffen im Jahr zu machen.

Bei der Europaschau in Dannemarie und der VDT-Schau in Leipzig beteiligte sich unserer Zuchtfreund Wolfgang Huttenlocher.

Zur HSS im Januar 2020 in Neudrossenfeld nahm unserer Zuchtfreund Siegfried Hugl erfolgreich teil.


Die Gruppenschau 2020 wird voraussichtlich vom 08.-09.11.2020 wiederrum in Offenbach/Queich stattfinden.
Meldeschluß ist der 11.10.2020.


Allen Züchterinnen und Züchtern ein gutes Zuchtjahr 2020                         

Uwe Schink

Jahresbericht für das Zucht- und Ausstellungsjahr 2019.

Bei den Mitgliedern gab es zwei Austritte aus der Gruppe Hessen, der Zuchtfreund W. Peter krankheitsbedingt, der Zuchtfreund S. Fleckenstein wurde wegen Beitragsrückstand aus dem SV der Luchstauben gestrichen. Somit ist der Mitgliederstand zum 31.12.2019 29. Mitglieder.
Davon sind noch 13 Zuchtfreunde Luchstaubenhalter.

Unsere Frühjahrsversammlung fand am 14.04.2019 im Gasthaus Gambrinus in Langgöns statt. 8 Zuchtfreunde sind der Einladung gefolgt. Nach dem Jahresbericht des Vorsitzenden berichtete D. Böse leider das letzte Mal als Kassierer der Gruppe Hessen von unserer Kasse. Von der Gruppe bekam er als Dank für seinem immensen Aufwand ein Präsentkorb überreicht.

Zuchtfreund G. Jung wurde zum neuen Kassierer der Gruppe gewählt.
M. Happel wurde zum Kassenprüfer gewählt. Für die Gruppensonderschau in Alsfeld am 02.11.-03.11. ist Reinhold Groß verpflichtet worden. Für das Jahr 2020 wurde  angeregt die Gruppenschau in Alsfeld stattfinden zu lassen mit Preisrichter Groß. Das Sommertreffen soll am 18.08. bei Alfred und Perla Scharf sein. Die Bänder als Zuchtpreise der Gruppenschau wurde an M. Happel auf Blaubindig farbschwingig und M. Guth auf schwarzweissgeschuppt farbschwingig überreicht. Das Band für die beste Gesamtleistung der Gruppe Hessen auf der Hauptsonderschau wurde an M. Guth auf schwarz-weissgeschuppt farbschwingig überreicht. Unter Verschiedenes wurden noch gute Ratschläge zur Gesunderhaltung der Tauben besprochen.

Am 26 Mai fand bei Zuchtfreund J. Weber die Zuchtausschusstagung statt. Leider war kein Zuchtfreund von der Gruppe anwesend.

Am Sonntag den 18.08. fand das Sommertreffen bei Perla und Alfred Scharf statt. Es waren 7 Zuchtfreunde mit Partner und ein Gast anwesend. Nach  zünftigem Mittagessen wurden die Schlaganlagen mit Jungtieren von Alfred begutachtet. Am Nachmittag gab es reichlich Kuchen und Leckereien. Es wurde über Probleme unseres Hobbys reichlich diskutiert. Bei unseren Ausrichtern und bei allen Spendern möchten wir uns recht herzlich Bedanken.

Am 13. Oktober fand in Hüttengesäß die Jungtierbesprechung mit Herbst-versammlung statt. Am Morgen wurden die Plus- oder Minuspunkte der  25 Jungtiere von den anwesenden Zuchtfreuden besprochen. Nach dem Mittagessen fand die Herbstversammlung statt. Auf der Gruppenschau 2019 sind 51 Luchstauben gemeldet. Für 2020 soll die Gruppenschau wieder in Alsfeld stattfinden und als Preisrichter soll R. Groß verpflichtet werden.
Für 2021 wurde fest gelegt die Gruppenschau der Kreisschau Wetzlar anzugliedern. Die Europaschau der Luchstauben findet in Frankreich am 30.11.-01.12.2019 statt. Es wurde vom 1. Vorsitzenden Neuerungen vom LV bekanntgegeben ( Vergabe Hessenmeister ). Zum Abschluss wurden wir von den Familien Erdt zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Die Gruppenschau war der Landesschau am 02.11.-03.11.2019 in Alsfeld  angeschlossen. Es wurden 51 Luchstauben von 4 Mitgliedern in fünf Farbenschlägen gezeigt. Leider etwas wenig.
Priesrichter R. Groß bewertete die Tauben standardgerecht.

V Tiere zeigten:
A. Scharf auf 1,0 alt blauweisgeschuppt weisschwingig
M. Guth auf 0,1 jung schwarzweisgeschuppt farbschwingig

HV Tiere zeigten:
A. Scharf auf 0,1 jung blaubindig weisschwingig und 0,1 blauweisgeschuppt weisschwingig,
G. Jung auf 1,0 alt schwarzbindig weisschwingig
M. Happel auf 1,0 und 0,1 alt blaubindig farbschwingig
M. Guth auf 1,0 alt schwarzweisgeschuppt farbschwingig

Die Zuchtfreunde Scharf und Guth wurden auch Hessenmeister. Das Band vom SV konnte A. Scharf als Zuchtpreis auf blauweisgeschuppt weisschwingig erringen.
Als Resümee kann man die Gruppenschau als gelungen betrachten. Nur eine Bitte an die Aussteller. Möglichst das Standgeld gleich nach der Meldung überweisen.

Gleich nach dem Jahreswechsel fand in Neudrossenfeld die 55. Hauptsonderschau als Kurt-Dünkel-Gedächnisschau statt.
Von unserer Gruppe standen 56 Luchstauben in 6 Farbenschläge von 5 Züchter.
Übernachtet haben wir im Gasthof Opel. Am Freitag haben wir in Kulmbach das Heimatmuseum und Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg besichtigt. Anschließend ging es in eine urige Gastwirtschaft zum Mittagessen. Danach ging es zur Ausstellungshalle voller Erwartung. Zuchtfreund A. Scharf konnte mit einer 0,1 jung blauweisgeschuppt HV erreichen. Zuchtfreund Guth erreichte mit einer 0,1 jung schwarzweisgeschuppt farbschwingig die Note V Luchstaubenband.
Alle Zuchtfreunde haben recht gute Bewertungen erreicht, es gehört eben immer etwas Glück dazu.
Das Band für die beste Gesammtleistung der Gruppe konnte M. Guth auf schwarzweissgeschuppt farbschwingig erreichen.
Bei allen Zuchtfreunden der Gruppe möchte ich mich für den Arbeitseinsatz an den beiden Tagen bedanken.

Bei allen Zuchtfreunden möchte ich mich für Ihr Engagemant im abgelaufen Jahr bedanken.

Zum Schluss wünsche ich mir einen fairen und respektvollen Umgang unter den Gruppenmitgliedern und viel Gesundheit für Mensch und den Tauben mit reichlich Nachwuchs im Zuchtjahr 2020.

Mario Guth
Vorsitzender Gruppe Hessen