25. Jahre Neudrossenfeld

Vorschau auf die 56. Hauptsonderschau  

Während wir diese Zeilen Ende Mai verfassen, blicken wir voller Ungewissheit in die Zukunft. Ein Virus namens Covid-19 hält die Welt in Atem bzw. raubt ihr den Atem.

Die Zucht ist in vollem Gange und dennoch wollen wir uns die Zuversicht nicht nehmen lassen. Sicherlich planen wir die kommende Hauptsonderschau unter besonderen Voraussetzungen. Keiner weiß heute, ob sie überhaupt durchgeführt werden darf. Wenn überhaupt wird sie aber mit besonderen Hygienevorschriften und unter besonderen Auflagen stattfinden. Nur wissen wir es heute noch nicht.

Auch wenn der Ein oder Andere von Euch für evtl. Maßnahmen und Auflagen wenig Verständnis haben wird, bitten wir um Beachtung und Befolgung der uns von 3. Stelle evtl. auferlegten Regeln. Auch für uns als Veranstalter ist das ein zusätzlicher Aufwand, den wir uns alle gerne ersparen würden.

Sollte die Schau in diesem Jahr aufgrund behördlicher Anordnung abgesagt werden müssen, werden wir das Standgeld zu 100% erstatten.

Dieses ist nur möglich, da wir Bänder und Leistungspreise erst nach der Schau bestellen und über die Gruppen nachreichen werden. Dadurch halten wir das finanzielle Risiko gering.

Noch eine Besonderheit am Rande: Im nächsten Jahr soll die 25. HSS der Luchstaubenzüchter in Neudrossenfeld stattfinden. Unsere Freunde vom KZV Neudrossenfeld spenden für jeden Richtauftrag einen Bierkrug mit Luchstaubenlogo als Sonderehrenpreis. Ein schönes Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit!

Noch etwas in eigener Sache: Da Stefan Iding voraussichtlich seine Abschlussprüfung als Preisrichter in den nächsten 6 Monaten ablegen wird, soll er auf der nächsten Hauptsonderschau als Allgemeinrichter zum Einsatz kommen. Daher wird Klaus Beckmeier die Meldungen übernehmen. Stefan selbst wird erst nach der Bewertung die Eingabe Fertigstellung des Kataloges und die Auswertung der Leistungspreise übernehmen.

Zum Schluss unser Apell: Bleibt gesund und blickt optimistisch in die Zukunft. Die Welt hat schon größere Krisen bewältigt

Jürgen Beck und Stefan Iding

Am 05.10.2019 führten wir unsere Herbstversammlung mit Jungtierbesprechung wie immer in Wittgensdorf durch. 12 Zuchtfreunde und der Kassierer des SV, Heinrich Eggeling, nahmen daran teil. Es ging um die Vorbereitung der GSS, der Europa-Schau für Luchstauben und der HSS.

Die anwesenden Züchter zollten dem vorliegenden Rundschreiben große Hochachtung.

Die Jungtierbesprechung fand wiederum großen Anklang. Die besten Tiere zeigten nach Meinung unserer anwesenden Sonderrichter  Zfrd. Uwe Schwarz in bl.m.w.Bi. weißschwg. und Jochen Wenner im Farbenschlag schw.gesch. weißschwg.

Letztmalig stellte Gerd Glöckner aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit die Käfige für die Jungtierbesprechung bereit. Für das über Jahrzehnte einmalige Engagement von Gerd sagen alle Gruppenmitglieder nochmals aller besten Dank.

Unsere GSS fand zur Erzgebirgsschau vom 15.-17.11.19 in Großolbersdorf statt. In den Käfigen  standen leider nur 125 Luchstauben in 12 Farbenschlägen und 4Tiere in der AOC Klasse zur Schau. Sicherlich war die etwas geringe Meldezahl wiederum den ungünstig liegenden Schauterminen der folgenden Bundesschauen bzw.  der Europa-Schau für Luchstauben geschuldet.
V- Tiere zeigten die Zuchtfreunde, ZG Müller (2x), Manfred Wohlgezogen und Christian Walther. Des weiteren wurde noch 12 mal hV vergeben.

Die SR J. Lange und J. Weber erläuterten die von ihnen bewerteten Tiere zur GSS.

5 Züchter der Gruppe sendeten ihre Tiere nach Dannemarie im Elsass bzw. waren selbst zur Europa-Schau für Luchstauben am 1. Adventswochenende anwesend. Die französischen Zuchtfreunde um unser Gruppenmitglied Paul Chambon hatten in einer modernen Sporthalle eine würdige Ausstellung aufgebaut. Unsere Züchter stellten 53Tiere in 4 Farbenschlägen aus. Herausgestellt und mit dem Titel Europa-Champion ausgezeichnet wurden Tiere von Paul Chambon, Jens Jacob(2x), Jürgen Weber und Jochen Wenner. Gleichzeitig wurden die Vorgenannten auch noch Europa-Sieger, und zwar

Paul Chambon in schw.gesch.weißschwg.
Jens Jacob in schw.gesch. farbschwg.,
Jürgen Weber in gelb gesch.weißschwg. und
Jochen Wenner in gelb m.w.Bi. farbschwg.

Klaus Sachs erhielt 1xhV.

Von unserer Gruppe stellten 8 Züchter 67 Luchstauben zur LIPSIA/ VDT – Schau in Leipzig aus.

Für die Gruppe erzielte Rolf Lange 1x“V“ auf eine 0,1j in rot-weiß. gesch. weißschwg. Die Zuchtfreunde Jochen Wenner (3x) und Gerd Glöckner(2x) erhielten hV. Deutscher Meister wurde Jochen Wenner mit dem Farbenschlag schwarzweiß gesch. weißschwg.

Der Werbestand des SV wurde durch unsere Gruppe am Freitag der Schau betreut.

Die HSS war wieder der absolute Höhepunkt für alle Luchstaubenzüchter.

Unser Vorsitzender, Udo Ullmann, dankt den  Zuchtfreunden, die aktiv beim Aufbau der Schau mitwirkten sowie allen Helfern beim Abbau der Käfige.

1177 Luchstauben waren zu dieser Schau gemeldet. Aus unserer Gruppe stellten 12 Züchter 123 Tiere aus. Die Höchstnote gab es für Tiere von Jens Jacob (schw.- weiß gesch. farbschwg.) und Jochen Wenner (schw.- weiß gesch. weißschwg.) Weiterhin wurde noch 7 x hV erzielt. Zur Jahreshauptversammlung des SV wurde Zuchtfreundin Petra Lützkendorf mit der silbernen Ehrennadel  des SV geehrt.

Unsere geplante Frühjahrsversammlung musste aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Den Leistungspreis in Auswertung der GSS auf die weißschwingigen Tiere errang Christian Walther mit schw.m.w.Bi. den auf die farbschwingigen Luchse Jens Jacob auf schw.gesch.. Den Pokal auf die besten 3 Jungtiere erhielt ebenfalls Christian Walther.

Auf  hohem  Niveau erfolgte der Pokalwettbewerb zur HSS– Schau. Sieger wurde Jens Jacob.

Unser  traditionelles jährliches Züchtertreffen sollte am 1. Wochenende im April stattfinden. Die bisher als Gäste teilnehmenden Zuchtfreunde der Gruppe Halle hatten sich für die Organisation bereit erklärt. Leider musste auch diese Veranstaltung abgesagt werden. Unser Dank gilt Roland Hamann und seinem Organisationsteam für die viele Mühe in der Vorbereitung.

Am 19.09.2020 wollen wir unsere Herbstversammlung mit Tierbesprechung erstmals in Wildetaube im Vereinsheim (ehemalige Kegelbahn) des Geflügelzüchtervereins durchführen. Das Vereinsheim befindet sich hinter der Gemeindeverwaltung.
Anfahrt: 07980 Wildetaube, Tschirmaer Straße 13.
Beginn 10.00 Uhr.
Wir möchten hiermit zu dieser Besprechung herzlich einladen.
Gäste und Freunde der Luchstauben sind herzlich willkommen.

Einer JTB durch unsere SR soll wiederum umfangreiche Zeit eingeräumt werden.  Um genügend Käfige bereitzustellen, bitten wir um telef. Anmeldung der Tierzahl bei Petra Lützkendorf Tel.: 036603/40876 bis zum 16.09.2020.

Wir hoffen, dass alle eine gute Nachzucht haben und wünschen eine rege Beteiligung an der Versammlung, der JTB und den bevorstehenden Sonderschauen.

J. Wenner
Schriftführer

Der Berichtszeitraum bezieht sich vom 15.04.2019 bis 14.04.2020.

Unsere auf 29. März 2020 terminierte Jahreshauptversammlung konnte aufgrund der allseits bekannten Umstände nicht abgehalten werden. Ich hoffe, wir können unsere JHV zur Herbsttagung mit Jungtierbesprechung im September anschließen. Unser Mitgliederstand beträgt zum 01. April 2020 74 Zuchtfreunde. Dies setzt sich wie folgt zusammen: Kurt Dünkel ist am 07.05.19 verstorben; Rainer Müller aus Helmbrechts ist aus dem SV ausgetreten; am 04.01.20 konnte Dieter Gräbner aus Prebitz neu aufgenommen werden; Norbert und Christoph Demleitner sind innerhalb des SV in die Gruppe Franken gewechselt.

Der Tod unseres allseits beliebten Zuchtfreundes Kurt Dünkel hat ein großes Loch in die Gruppe Franken gerissen. Mit einem Nachruf und der Benennung der 55. Hauptsonderschau als Kurt-Dünkel-Gedächtnisschau haben wir versucht, seinen jahrzehntelangen Bemühungen um die Luchstaubenzucht zu würdigen. Nachdem ich zur Beisetzung wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht anwesend sein konnte, hat sein langjähriger Weggefährte Hans Denzler dort ansprechende und bewegende Worte in seiner Abschiedsrede gefunden. Dafür möchte ich Hans auch an dieser Stelle ausdrücklich danken.

Jürgen Beck, Stefan Brückl und meine Wenigkeit aus der Gruppe Franken haben die Zuchtausschusstagung des SV am 25. und 26. Mai 2019 in Schönberg besucht. Zuchtfreund Jürgen Weber hat die Veranstaltung auf seinem Anwesen perfekt vorbereitet und durchgeführt. Inhaltlich äußerst aussagekräftig waren die Aspekte zur Bewertung der verschiedenen Farbenschläge; welche Auswirkungen dies auf das Zuchtgeschehen hat bzw. welche Anforderungen bei bestimmten Farbenschlägen an das Ausstellungstier gestellt werden können, ohne einen Farbenschlag zu gefährden.

Am 29. August 2019 war eine Vorstandssitzung im Gasthaus von Zfr. Schedl in Wurz anberaumt. Alle 6 Vorstandsmitglieder waren zur Besprechung und Abklärung organisatorischer Fragen anwesend.

Zur Herbstversammlung mit Jungtierbesprechung fanden sich am letzten Septembersonntag in der Ausstellungshalle des KTZV Eschenbach/Opf. 34 Mitglieder und Gäste ein; 65 Jungtauben wurden in annähernd allen Farbenschlägen vorgestellt. Mit diesen Zahlen zeigte sich die Vorstandschaft angenehm überrascht. Dank an Jürgen Plohmann für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.
Folgende Tiere wurden von Zuchtwart Hans Denzler und dem Vorsitzenden herausgestellt:

– blau mit weißen Binden, weißschwingig; Michael Gambel

– blauweißgeschuppt, farbschwingig; Stefan Weiß

– rotweißgeschuppt, weißschwingig; Hans-Günter Schieder

– gelbweißgeschuppt, weißschwingig; Martin Metzner

– schwarz mit weißen Binden, weißschwingig; Manfred Hoh

Das Schuppungssystem insgesamt, die Schwingenfarbe bei den roten und gelben Farbenschlägen sowie die Kopfform standen im Mittelpunkt der Besprechung.

Die Gruppenschau war diesmal bei der Oberfränkischen Bezirksschau in der allseits bekannten Neudrossenfelder Halle angeschlossen. 104 Luchstauben (ohne Leerkäfig) in 11 Farbenschlägen stellten sich der Kritik von SR Siegbert Zehe, der im übrigen hier nach jahrzehntelanger Tätigkeit seinen letzten Bewertungsauftrag wahrnahm,  und meiner Wenigkeit. Es konnten 5 x die Höchstnote und 13 x 96 Punkte vergeben werden. Dies erscheint zwar auf den ersten Blick etwas hoch; ich denke aber, dass dies aufgrund der gezeigten Qualität und der Vielzahl der Farbenschläge gerechtfertigt war. Über 97-Punkte-Bewertung konnten sich freuen:

Stefan Weiß einmal auf eine 0.1 jung in blauweißgeschuppt, weißschwinging und einmal auf einen 1.0 jung blauweißgeschuppt, farbschwingig;

Horst Hartmann auf 1.0 jung rot mit weißen Binden, farbschwingig;

Willi Weidmann auf 1.0 jung rotweißgeschuppt, weißschwingig;

Jürgen Beck auf 1.0 jung gelb mit weißen Binden, farbschwingig;

Zum besten Tier der Gruppenschau wurde der rotweißgeschuppte Täuber von Willi Weidmann gekürt; zum Lohn gabs dazu das von Hauptverein gestiftete Ehrenband. Dieser hochrassige Jungtäuber hatte sich später bei der HSS in Neudrossenfeld gegen große Konkurrenz durchgesetzt und ging wieder mit der Höchstnote aus dem Wettbewerb. Ingesamt zieht die Vorstandschaft der Gruppe Franken ein positives Resümee dieser Gruppenschau.

Zur „kleinen Europaschau“ im französischen Dannemarie vom 30. Nov. bis 01. Dez. hatten 3 Züchter aus unserer Gruppe ihre Tiere in die europäische Konkurrenz geschickt. Dies waren Christian Braun, Hans Denzler und Manfred Hoh. Im Vergleich mit anderen Zuchten konnten alle sehr gut bestehen, wobei Hans Denzler mit 3 x Einzelchampion (je Farbenschlag und Geschlecht wurde dieser Titel vergeben) und 1 x Sieger Gesamtleistung (4 Tiere eines Farbenschlages) zweifelsohne „den Vogel abschoss“.  Neben Jürgen Weber war Unterzeichner als SR aus Deutschland bei dieser Schau verpflichtet. Insgesamt für mich eine sehr interessante Erfahrung; prima Unterbringung, Verpflegung und Betreuung durch die französischen Zuchtfreunde; man hatte den Eindruck hier wird alles etwas lockerer gesehen. Der wahrscheinlich einigen bekannte französische Preisrichter Raimond Haffner war mir als Obmann zugeteilt. Die Zusammenarbeit verlief perfekt; bei den blaugeschuppten Farbenschlägen bestanden keine Unterschiede in der Auslegung bzw. Wertung der geforderten Rassemerkmale. Nach Abschluss der Bewertung haben sich Jürgen Weber und ich die herausgestellten Tiere aller Farbenschläge angeschaut, dabei viel dann schon auf, dass bei den schwarzen, roten und gelben Farbenschlägen etliche Tiere mit bereits von außen sichtbaren Wünschen bzw. Mängeln (z.B. fehlende Schwanzfedern oder Handschwingen bzw.  nicht angepasster Schnabelfarbe) noch zu hohen Bewertungen kamen. Da ich am nächsten Tag einen nicht verschiebbaren Termin hatte, konnte ich am  feuchtfröhlichen Züchterabend mit Benennung der Champions leider nicht teilnehmen.

Die 55. HSS im Januar 2020 übertraf mit der Meldung von annähernd 1200 Tauben die Erwartungen, wozu auch die Züchter der Gruppe Franken einen nicht unerheblichen Teil beitrugen. Zu Ehren von Kurt Dünkel wurde diese HSS als Kurt-Dünkel-Gedächtnisschau durchgeführt; diese Geste kam bei allen Ausstellern und Luchstaubenfreunden mehr als gut an. Es waren in allen Farbenschlägen hochwertige, dem Ideal des Standards sehr nahe kommende Tiere zu sehen. An dieser Stelle sei auch mal ein Dank an die Ausstellungsleiter Stefan Iding und Jürgen Beck erlaubt, die es mit toller Vorarbeit und ihrem Engagement an den Ausstellungstagen verstanden, diese HSS wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Unser  Herbsttreffen mit Jungtierbesprechung ist für Sonntag den 27. September im oberfränkischen Burghaig geplant. Zu diesem Termin soll auch die JHV der Gruppe nachgeholt werden. Die Gruppenschau 2020 soll am 14./15. November in Reckendorf im nördlichen Landkreis Bamberg stattfinden. Zum Zeitpunkt des Lesens dieser Zeilen hoffe ich, dass die Entscheidungen hinsichtlich der Durchführung solcher Veranstaltungen gefallen sind; denken wir positiv.

Joachim Hagen
1. Vorsitzender

Eine traurige Nachricht erreicht uns gleich zum Jahresbeginn.
Am 05.01.2020 ist nach langer Krankheit Hans-Peter Vössing verstorben.
Er war nach dem plötzlichen Tod von Hans Häuser für 2 Jahre lang Vorsitzender des SV Luchstauben sowie Sonderrichter für Luchstauben.

Hans-Peter Vössing, Kurt Schütters, Klaus Beckmeier (v.l.) anlässlich der Herbstversammlung der Gruppe Westfalen/Rheinland im September 2019

Ein ausführlicher Nachruf folgt.