Am heutigen 02. Februar 2021 feiert unser Ehrenmitglied Gerd Glöckner seinen 80. Geburtstag.

Unser Gerd ist Mitglied im RGZV Eppendorf seit 1955 und seit 1960 Luchstaubenzüchter. Er trat 1961 in die SZG der Luchstauben ein.
Doch Gerd war nicht nur Mitglied in der SZG bzw. des Sondervereins sondern hat von 1991 bis 2016 als Gruppenvorsitzender der Gruppe Chemnitz diese maßgeblich geprägt.
Sein Einsatz für die Gruppe und die Luchstauben war von einer Unermüdlichkeit geprägt, die seines gleichen sucht. Nur als kurze Anekdote sei erwähnt, dass Gerd sich als Familienauto einen VW Transporter anschaffte, damit die Käfige zu den Tierbesprechungen gebracht und die Transportkisten vieler Züchter zu den Sonderschauen gefahren werden konnten.
Auch meine persönliche Luchstaubenvergangenheit ist ganz fest mit dem Namen Gerd Glöckner verknüpft. So war es ein Paar weißschwingige gelbgeschuppte, die ich als erste Luchstauben im Jahr 1988 als 12-jähriger von ihm erhielt.

Seit 2017 ist Gerd Ehrenmitglied des SV der Luchstaubenzüchter. Weiterhin ist er im Besitz aller Ehrennadeln des SV, der VDT-Nadel in Gold sowie der Bundesnadel in Gold. Einer der größter Erfolge im Rahmen seiner züchterischen Laufbahn, wenn man aus den vielen überhaupt einen herausstellen möchte, war die Europaschau der Luchstaubenzüchter 2018 in Neudrossenfeld. Er wurde dort 2 mal Europameister und stellte 2 mal den Europachampion. Weiterhin erhielt eine 0,1 in gelbweißgeschuppt farbschwingig den Titel „Best in Show“.

Wir wünschen unserem Gerd auch weiterhin viel Gesundheit und Kraft sowie Freude und Erfolg mit seinen Luchstauben und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

André Richter
im Namen des SV

Werte Mitglieder und Zuchtfreunde der Gruppe Franken,

unsere Jahreshauptversammlung, die im Frühjahr nicht stattfinden konnte,  haben wir 27.09.20 unter entsprechenden Hygiene-Bedingungen im Vereinsheim des KTZV Burghaig nachgeholt. Dank an Gerhard Pfeiffer und Alfred Küfner für die Organsation und Durchführung.

Neben den üblichen Tagesordnungspunkten stand eine Ehrung für Siegbert Zehe auf dem Programm. Siegbert Zehe hat sich in verschiedenen Funktionen, insbesondere in der Ausstellungsleitung der Hauptsonderschauen, über 50 Jahre lang für die Belange der Luchstaubenzucht eingesetzt. Die Vorstandschaft der Gruppe Franken hat dies zum Anlass genommen, Siegbert dafür entsprechend zu ehren.

Vorsitzender Joachim Hagen, Siegbert Zehe, EV des KTZV Burghaig Gerhard Pfeiffer, 2. Vorsitzender Stefan Brückl (von links nach rechts)

Eine Tierbesprechung haben wir unter den entsprechenden Umständen, Abstandsregeln u.a. ausfallen lassen. Erfreulich ist, dass die Gruppe Franken, trotz Sterbefällen und einem Austritt, die Mitgliederstärke halten konnte. Näheres zur JHV im nächsten Rundschreiben des Hauptvereins.

Hoffen wir auf das Jahr 2021, dass vereinsmäßig wieder etwas Normalität einkehrt. Die Vorstandschaft plant für April 2021 wieder eine turnusgemäße Jahreshauptversammlung in Görschnitz. Ich denke aber, dass dazu vor Ende Februar 2021 keine konkreten Aussagen möglich sind.

Ich wünsche allen Jugendlichen, Zuchtfreunden und Mitgliedern der Gruppe Franken, trotz der jetzigen Umstände, eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für 2021. Wir sollten vielleicht auch zur Kenntnis nehmen, dass wir im Verhältnis zu vielen anderen Menschen das Glück haben, in unsere Taubenschläge gehen zu können und sich dort an unseren Rassentauben erfreuen.

Joachim Hagen
Vorsitzender

Am 27.11.2020 ist unser langjähriges Mitglied, Sonderrichter und Freund Hartmut Müller im Alter von 71 Jahren verstorben.

Hartmut Müller trat 1967 als Mitglied in die SZG der Luchstauben Gruppe Berlin ein. Er züchtete von Beginn an Luchstauben in gelb- und rotgeschuppt weißschwingig.

Seit 1991 war Hartmut als Preisrichter und Sonderrichter für Luchstauben ein geschätzter Kollege und Ansprechpartner, auf dessen fachmännisches Urteil immer Verlass war. Trotz teilweise gesundheitlicher Einschränkungen ging er der Arbeit als Preisrichter mit großem Engagement und Freude nach. Begleitet wurde er dabei in den letzten Jahren von seiner Frau Bärbel, die ihn nach Kräften bei seiner Arbeit unterstützte. Auch für die leider abgesagte Schausaison 2020/21 war er für Richtaufträge fest eingeplant und verpflichtet.

Jedoch nicht nur im SV der Luchstaubenzüchter war Hartmut aktiv. Auch sein 2. Hobby, der Lanz Bulldog beschäftigte ihn über Jahrzehnte. So gründete er 1989 den Lanz Bulldog Club Lindena e.V. und war über 30 Jahre dessen Vorstandvorsitzender. „Bulldog-Mülli“ wie er liebevoll genannt wurde, war über alle Grenzen hinaus bekannt im Kreise der Bulldog-Liebhaber.

Unser aufrichtiges Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt seiner Familie, ins besondere seiner Frau Bärbel.

Wir werden Hartmut Müller ein ehrendes Andenken bewahren.

André Richter
im Namen des SV der Luchstaubenzüchter

Unter dem Eindruck der Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen und steigender Inzidenzzahlen in Sachsen fand am Sonntag, den 29.11.2020 eine Videokonferenz des Vorstandes statt.

Schweren Herzens müssen wir die kommende Hauptsonderschau absagen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und diese so lange wie möglich herausgezögert, aber die aktuelle Lage lässt nur wenig Spielraum zu. Theoretisch hätten wir die Entscheidung noch um 14 Tage verschieben können, aber im Sinne unser aller Gesundheit und einer Planungssicherheit für die kommende Zuchtsaison haben wir so entschieden.

Die bereits gezahlten Nenngelder werden in den nächsten Tagen zu 100% erstattet. Weiterhin wird auf der Homepage eine Tierbörse eingerichtet, um den Züchtern noch eine Möglichkeit zum Tieraustausch einzuräumen (http://relaunch.luchstaube.de/anzeige-erstellen/).

Wir alle vermissen in diesem Jahr die Freude an der Begegnung mit Zuchtfreunden und das gemeinsame Verweilen am Ausstellungskäfig. Vielen wird besonders jetzt die soziale Bedeutung dieses gemeinsamen Erlebnisses bewusst. Wir als Vorstand werden uns weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt unseres Hobbies einsetzen und schauen voller Freude und Zuversicht auf die neue Zuchtsaison sowie auf die 56. Hauptsonderschau 2022 unter dem Motto „25 Jahre Neudrossenfeld“.

Letztendlich hoffen wir, dass sich die Situation schnellstmöglich entspannt und wir im nächsten Jahr wieder durchstarten können.

SV der Luchstaubenzüchter

Der Vorstand

Der Vorsitzende Steffen Kretzschmar begrüßte am 03.10.2020 12 Mitglieder zur Herbstversammlung in Ebersbach. Steffen Herrmann hat sich um eine neue Lokalität („Zur Sonne“) für die Versammlung gekümmert, die Tierbesprechung bleibt am unveränderten Ort (Käfiglager RGZV Ebersbach).

Die Mitglieder Christian Dutschmann und Wolfgang Wotta wurden mit einem Präsentkorb zum 65. Geburtstag beglückwünscht. Wolfgang hat spontan einen ausgegeben.

Ausstellungsrückblick:

Bei der Gruppenschau 2019 in Hainichen standen 145 Luchse in 14 Farbschlägen von 14 Gruppenmitgliedern. Sieger auf die Kollektionen wurden Rainer Peterschun in blau, Günter Jentzsch auf Farbige-Farbschwingig (Schwarz mit Binden) und Klaus-Dieter Treder auf Farbige-weißschwingig (Gelb mit Binden).

Rückblickend auf die vorangegangene Ausstellungssaison würdigte der Vorsitzende das Abschneiden der Gruppe bei der Europaschau 2019 in Dannemarie/Frankreich. Volkmar Beier mit seinen rotbindigen Tieren (weißschwingig) und Werner Pischke mit seinen schwarzbindigen Tieren (farbschwingig) wurden Europameister. Darüber hinaus errang Werner Pischke die Titel Europachampion und Best in Show. Alles in allem eine sehr gutes Abschneiden der Gruppe Dresden, zumal mit Steffen Kretzschmar und André Richter zwei weitere Züchter erfolgreich ausstellten.

Bei der VDT-Schau in Leipzig wurde Steffen Herrmann mit seinen gelb-bindig weißschwingigen Luchstauben Deutscher Meister.  
Der Werbestand zur Lipsia war über alle drei Tage wieder ein beliebter Treffpunkt der Luchstaubenzüchter.

An der 55. Hauptsonderschau in Neudrossenfeld beteiligten sich elf Züchter der Gruppe Dresden. Insgesamt wurden 80 Tiere in 10 Farbenschlägen ins bayrische Neudrossenfeld geschickt. Die Note Vorzüglich errang Christian Dutschmann auf einen Alttäuber in schwarz-geschuppt weißschwingig. Ein Hervorragend errangen die Zuchtfreunde Werner Pischke (1,0a, gelb mit Binden farbschwinig) und Lothar Gierschner (1,0j, rot mit Binden farbschwingig). Als Preisrichter aus unserer Gruppe fungierten Silvio Loschke und Steffen Herrmann.

Ausstellungsvorschau:

Die Gruppenschau 2020 war für den 21./22.11. in Hainichen geplant. Durch die Absage der Schau hat sich der Gruppenvorstand kurzfristig für eine Verlegung nach Lommatzsch/Altsattel entschieden. Termin bleibt unverändert. Die Ausstellungspapiere gehen allen Mitglieder in den nächsten Tagen zu. Es bleibt bei den verpflichteten Sonderrichtern Silvio Loschke und Jürgen Lange. Tierbesprechung ist am Sonntag um 12 Uhr in der Ausstellungshalle. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde später auch diese Ausstellung abgesagt.

Zur Lipsia (04.-06.12.2020) wird die Gruppe wieder einen Werbestand organisieren (Freitag Chemnitz, Samstag Dresden und Sonntag Halle). Steffen Kretzschmar weist darauf hin, dass kein offizieller Ausschank erfolgen darf. Ein Treffpunkt mit Bierzeltgarnituren und Voliere ist ohne weiteres möglich. Die Messe selbst bietet ein ausgefeiltes Hygienekonzept. Mit etwa 40.000 Tieren wird gerechnet. Leider konnte die Lipsia bedingt durch die pandemische Lage nicht stattfinden.

Die HSS in Neudrossenfeld ist durch den Landkreis Kulmbach wie alle ähnlichen Veranstaltungen abgesagt. Um einen Ausfall der HSS zu verhindern, hat André Richter eine Ausstellungsmöglichkeit in Böhrigen organisiert. Mit Beschluss des Gesamtvorstandes des SV vom 29.11.2020 wird die 56. HSS in Böhrigen aufgrund der geltenden Einschränkungen und Bedingungen der pandemischen Lage auch abgesagt.

Jungtierbesprechung:

Mit 31 Jungtieren in neun Farbschlägen, konnten die hohen Tierzahlen der Vorjahre nicht erreicht werden. Grund für die niedrige Tierzahl war, dass einige Züchter mit kranken Tieren in ihren Beständen zu kämpfen hatten.

In Blau stach eine 0,1 blau-weißgeschuppt-farbschwingig von Manfred Thiemig heraus und sicherte sich hier den Titel des besten Jungtieres. Wobei sich auch ein 1,0 blaubindig weißschwingig gut präsentierte. Insgesamt konnte die Qualität der 7 blauen Luchstauben nicht an die vom letzten Jahr heranreichen.

Bei den Farbigen in weißschwingig standen leider nur drei Tiere in den Käfigen. Bestes Jungtier wurde ein vielversprechender rotgeschuppter Täuber von Tony Roscher.

Unter den immerhin 21 farbigen Tieren in farbschwingig (fünf Farbenschläge) stachen vier Tiere heraus. Nach Einschätzung der Anwesenden war das beste Jungtier hier ein 1,0 schwarzbindig von Werner Pischke. Die anderen herausgestellten Tiere waren: eine Täubin (schwarzbindig)  von Werner Pischke, ein Täuber (rotbindig) von Lothar Gierschner und eine Täubin (schwarzgeschuppt) von Klaus-Dieter Treter.

Sonstiges:

Nach Abstimmung wurde Steffen Herrmann als neuer Zuchtwart der Gruppe Dresden gewählt.

Zuchtfreund Lothar Haußmann wird auf Grund seiner vielen Verdienste um die Gruppe Dresden und seiner langjährigen Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied der Gruppe Dresden ernannt.

gez.       Volkmar Beier                    Steffen Herrmann
Schriftführer                                    Zuchtwart

Bericht zur Herbstversammlung/Jungtierbesprechung Gruppe Rheinland-Westfalen in Hamm

Nach der ausgefallenen Frühjahrsversammlung bestand der große Wunsch, sich zur Jungtierbesprechung in Hamm zu treffen.

Gerade zu diesem Zeitpunkt war Hamm Corona-Risikogebiet, weil sich nach einer Hochzeitsfeier viele Menschen mit Corona angesteckt hatten. Reinhard Volkmer bekam trotzdem den Schüssel für den Alten Bauhof Herringen, wir konnten uns dort vollkommen abgeschirmt zusammensetzen und die Tauben besprechen.

Anwesend waren 12 Personen, darunter 10 Mitglieder und 2 neue Interessierten. Die Versammlung wurde unter Schutzmasken wurde kurz gehalten. Erinnert wurde an die beiden verstorbenen Gruppenmitglieder Johannes-Willi Wand und Hans-Peter Vössing. Vorsitzender Klaus Beckmeier übergab das bei der Gruppenschau 2019 verliehene Ehrenband des Hauptvereins an Horst Schwarz. Ebenso erhielt Reinhold Kirsch die bei der JHV In Neudrossenfeld verliehene Goldene Ehrennadel des SV.

Die Mitglieder wurden über die aktuellen Stände der anstehenden Schauen informiert. Die Hauptsonderschau kann nicht in Neudrossenfeld stattfinden, es wurde kurzfristig ein neuer Ausstellungsort bei André Richter in Böhrigen (Sachsen) am gleichen Termin gefunden werde. Die Gruppenschau in Hamm ist weiterhin geplant, die Meldepapiere wurden an die Züchter übergeben. Wenige Tage später wurde die Schau abgesagt.

Kassierer Meinolf Haselkamp informierte über den guten Kassenstand der Gruppe. Seinem Vorschlag, keinen gruppeninternen Beitrag zu erheben, stimmten die Mitglieder einstimmig zu. Nach Umfrage war für die Gruppenschau in Hamm mit ca. 60 bis 70 Luchstauben zu rechnen.

An den Käfigen wurden die mitgebrachten Jungtiere von Günter und Ralf Elwing besprochen. Den anwesenden Neulingen wurden Feinheiten der Bewertung ausführlich gezeigt, Andreas Schaffrin und Markus Ziemes zeigten sich zum Abschluss sehr angetan über die freundliche und offene Aufnahme.

Erstmals wurden von den anwesenden Preisrichtern die drei besten Jungtiere ausgewählt. Das waren eine 0.1 blaugeschuppt weißschwingig von Reinhard Volkmer, ein 1.0 blaugeschuppt farbschwingig von Horst Schwarz und ein 1.0 rotgeschuppt farbschwingig von Klaus Beckmeier. Als Jungtierchampion bestimmt wurde die 0.1 blaugeschuppt weißschwingig von Reinhard Volkmer.

Wenige Tage nach der Veranstaltung zeigten sich bei den Züchtern Anzeichen der „Jungtierkrankheit“. Die Infektion war sehr unterschiedlich, z.T. brachte sie eine hohe Zahl an Verlusten. Für die kommenden Jahre müssen wir hoffen, dass die Impfung gegen Rota-Viren allgemein zugelassen wird. Bislang hört man von einem guten Schutz gegen die Erkrankung.

Klaus Beckmeier

„Vorschau auf die 56. Hauptsonderschau unter besonderen Bedingungen“

Am 17. September ereilte uns die Nachricht, dass der KTZV Neudrossenfeld alle Veranstaltungen bis zum Februar 2021 abgesagt hat. Darunter fällt auch unsere 56. Hauptsonderschau. Wer die Leidenschaft und das Engagement  unserer Freunde in Neudrossenfeld kennt, weiß wie schwer ihnen diese Entscheidung gefallen sein muss. Hierfür unseren Respekt und unser aufrichtiges Mitgefühl!

Aufgrund der aktuellen Situation und der sich täglich ändernden Nachrichtenlage hat der Vorstand bereits im Vorfeld über mögliche Alternativen nachgedacht, mit der dafür nötigen Umsicht und unter Berücksichtigung der aktuellen Lage.

Um nicht innerhalb von 3 Jahren wiederum ein Hauptsonderschau ausfallen lassen zu müssen, haben wir bei dem Heimatverein unseres 2. Schriftführers André Richter in Böhrigen (Sachsen) die Möglichkeit gefunden, eine Hauptsonderschau „light“ durchzuführen. Konkret bedeutet das eine um 1,5 Tage verkürzte Schau – leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um den behördlichen Auflagen gerecht zu werden.

Alle SV-Mitglieder dürfen die Schau – auch wenn sie nicht ausstellen – besuchen.

Konkret heißt das, dass erst freitags die Tiere eingeliefert und schon am Sonntag um 09.00 Uhr die Tiere ausgesetzt werden. Ab 09.30 Uhr werden wir gemeinsam die Halle wieder herrichten. Ein Katalog wird ohne Bewertungsnoten am Schauwochenende zur Verfügung gestellt. Nach der Schau erhält jeder Aussteller noch einen vollständigen Katalog mit allen Bewertungsnoten und Auswertungen.

Theoretisch kann sich die Lage auch in Sachsen bis Januar ändern. Dennoch gehen wir bewusst dieses Risiko ein, um Euch Züchtern die Möglichkeit zum Vergleich und Tieraustausch zu geben. 

Auch wenn der Ein oder Andere von Euch für evtl. Maßnahmen und Auflagen wenig Verständnis haben wird, bitten wir um Beachtung und Befolgung der uns von 3. Stelle evtl. auferlegten Regeln. Auch für uns als Veranstalter ist das ein zusätzlicher Aufwand, den wir uns allen gerne ersparen würden.

Ein Dank an dieser Stelle an alle, die hier schnell zupackend für eine Alternative zum Wohle der Luchstaubenzucht gesorgt haben.

Auf nach Striegistal – die 25. Hauptsonderschau in Neudrossenfeld ist nur verschoben – nicht aufgehoben!

Für die Ausstellungsleitung

Jürgen Beck und Stefan Iding

Die im Zuge der Landesverbandschau Brandenburg vom 14. – 15.11.2020 im MAFZ Paaren/Glien geplante Gruppenschau der Gruppe Berlin wurde abgesagt.

Wir zitieren hier den LV Vorsitzendes des Landesverbandes Brandenburg Rolf Graf wie folgt:

Sehr geehrte Züchterfreunde,

mit großem Bedauern müssen wir LEIDER die LV-Schau 2020 absagen !

Die Beschränkung von max. 360 Personen gleichzeitig in den Hallen des MAFZ (trotz des eingereichten Hygienekonzept) ist keine Option für einen zufriedenstellenden Ablauf.

Der LV- Vorstand und die Mitarbeiter der LV-Schau haben alles daran gesetzt um eine geordnete Schau unter den erschwerten Bedingungen durchführen zu können.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand können die angrenzenden LV- Schauen und Bundesschauen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen mit Nationale Siegerschau in Leipzig, Thüringen mit VZV + VHGW in Erfurt und Hannover mit VDT durchgeführt werden.

Die bereits eingegangenen Meldungen sind somit storniert.

Die eingezahlten Beiträge werden den Zuchtfreunden vollständig zurück überwiesen.

Es bleibt an dieser Stelle die Hoffnung, dass sich diese Pandemie nicht weiter verschärft!

Wir werden in positiver Hinsicht die Vorbereitungen für eine LV-Schau im kommenden Jahr am 13. + 14. November 2021 in Paaren betreiben.

Bleibt Gesund + mit freundlichen Grüßen

für den LV- Vorstand und die Ausstellungsleitung

gez. Rolf Graf LV- Vorsitzender

Die Gruppenschau 2020 der Gruppe Franken, die am 14. und 15. November 2020 in Reckendorf hätte über die Bühne gehen sollen, muss abgesagt werden.
Ausstellungsleiter Bertram Trinkerl teilte am 17. September mit, dass er
und sein Team unter den geforderten Auflagen die Schau nicht durchführen können.

Meines Erachtens ist diese Entscheidung nachvollziehbar und
alternativlos.

Die Herbstversammlung einschließlich nachzuholender
Jahreshauptversammlung findet wie geplant am Sonntag, 29. September 2020 in Burghaig statt.

Joachim Hagen
Vorsitzender

55. Hauptsonderschau des SV der Luchstaubenzüchter

Vom 2.-5.01.2020 fand wie immer am Traditionsort Neudrossenfeld unter der Schirmherrschaft des Landrates des Landkreises Kulmbach Klaus Peter Söller unsere HSS statt. Mit 1177 Tauben waren beste Rahmenbedingungen gegeben, die durch die Ausstellungsleitung Stefan Iding und Jürgen Beck für einen vollen Erfolg der 55.HSS sorgten.

Einreihiger Käfigaufbau in Augenhöhe und hervorragende Lichtverhältnisse trugen maßgeblich dazu bei.

Unser besonderer Dank gilt dem Geflügel- und Kaninchenzuchtverein Neudrossenfeld und Umgebung e. V. unter Leitung seines Vorsitzenden Harald Kull für die Unterstützung und Versorgung der Aussteller und Besucher.

Bevor ich zur Einschätzung der einzelnen Farbenschläge komme, vorweg einige grundlegende Bemerkungen.

Unsere Luchstaube soll und muss eine Formtaube bleiben, die durch Betonung der Brustbreite und Brusttiefe auf sich aufmerksam macht. Auch wenn wir in der Zeichnung Binden und Schuppung eine Perfektion erreicht haben, die selbst bei unseren Farbentauben seines Gleichen sucht.

Bei der Bewertung unserer Luchstauben ist folgende Reihenfolge unbedingt einzuhalten: Form, Grundfarbe, Zeichnung. Ein Tier mit einer vorzüglichen Binde bzw. Schuppung, aber Wünsche o. Mängel in der Form und oder Grundfarbe hat, hat keinen Anspruch auf eine sg Bewertung.

Auch wenn wir keine King- oder Strasserköpfe haben wollen, müssen wir auf mehr Substanz und Form des Kopfes hinarbeiten. Der Luchstaubenkopf zeichnet sich dadurch aus, das sich der höchste Punkt des Kopfzuges vor dem Auge befindet. Gerade unsere 1,0 sollten schon als solche am Kopf erkennbar sein.

Die Rückenabdeckung ist nach wie vor eine Aufgabenstellung, nicht nur im blaugeschuppten Farbenschlag, obwohl wir hier schon viel erreicht haben. Auffallend viele schwarze Tiere zeigten auf der HSS eine schlechte Rückenabdeckung, vereinzelt auch bei Rot und Gelb. Hier müssen wir von Anfang an gegensteuern, um einer Ausbreitung dieses Übels entgegenzuwirken.

Die Augenfarbe bei unseren gelben Farbenschlägen gilt weiterhin unsere Aufmerksamkeit, denn diese kann ruhig intensiver gewünscht werden.

Auch wenn unsere blauen Farbenschläge Ortfedern zeigen, was genetisch bedingt ist, müssen wir bei unseren Schwarzen, Roten und Gelben Luchstauben auf durchgefärbte Ortfedern bzw. Schwanzfarbe hinarbeiten.

Diese hier genannten Schwerpunkte sollten wir beachten, um den hohen Zuchtstand unserer Luchstauben zu festigen bzw. zu erhalten.

Gewinner der Gedächtnis- und Förderpreise waren:

Friedrich Wilhelm Müller Gedächtnispreis auf alle Blauen- weißschwingigen:

Poschizki, Lars auf blau mit weißen Binden mit 386 Punkten

Hans Häuser Gedächtnispreis auf alle Schwarz-, Rot-, Gelben weißschwingigen:

Wegerer, Hermann auf Schwarz mit weißen Binden mit 386 Punkten

Werner Deutschmann Gedächtnispreis auf alle Farbschwingigen:

Schedl, Ludwig auf gelb-weißgeschuppt mit 385 Punkten.

SV Vorsitzender Wolfgang Dubrau stiftete 2 Förderpreise auf 4 Jungtiere der 2 zahlenmäßig schwächsten Farbenschläge:

gelb-weißgeschuppt farbschwingig       Schedl, Ludwig mit 373 Punkten

rot-weißgeschuppt farbschwingig         Beckmeier, Klaus mit 378 Punkten

Michael Gambel Wanderpokal auf 6 Jungtiere:

Wegerer, Hermann Schwarz mit weißen Binden weißschwingig mit 577 Punkten

Den Reigen der Ausstellungstiere eröffneten zur 55. HSS unsere Silber-weißgeschuppten Luchstauben in der AOC-Klasse. 2 Züchter stellten uns 10 Tiere vor. Insgesamt sollten diese in der Größe, Brustbreite und Brusttiefe mehr zulegen. In der Grundfarbe ist auf mehr Gleichmäßigkeit, besonders in der Brustfarbe zu achten. In der Schuppung musste eine bessere Ausrundung der Ovale und reineres Schuppungsweiß gewünscht werden. Um die Saumfarbe zu halten, müssen wir etwas Schwanzbinde tolerieren. (hv Ch. Braun)

64 Täuber (48j u.16a) der Farbe Blau mit weißen Binden sind zur Bewertung angetreten. Eine wesentliche Verbesserung der Qualität gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgezeichneten verfügten über ausreichende Größe und eine ausgewogene Form. Sie wussten in Brustbreite und Brusttiefe zu überzeugen. Alle, die in dieser Position Defizite hatten, mussten Punktabzug hinnehmen. Ein Problem, das immer wieder auftritt, ist die nachlassende Saumfarbe. Graue Saume lassen keine sg Bewertung zu, eine bekannte Tatsache, die die Züchter immer wieder bei der Zuchtplanung berücksichtigen müssen. Wir brauchen zur Zucht unbedingt die Tiere, die von der Saumbreite an der Grenze sind, sprich zu breit sind. Doch dann sollten diese einen geschlossenen Saum und reines Bindenweiß zeigen. Nur wenigen Tieren wurde eine reinere Brustfarbe gewünscht. Der Wunsch nach besserer Bindentrennung und besseren Bindenschwung sowie nach glatteren Bindensaum musste öfter vermerkt werden. In der Augenfarbe gab es keine besonderen Ausfälle. Das Wiegen der ausgezeichneten Luchstauben zeigte uns, dass der Größenrahmen ausreichend ist. Auf keinen Fall sollten diese noch schwerer werden. Die Zuchtfreudigkeit wird es uns danken. Wünsche nach besserer Rückenabdeckung mussten vereinzelt aufgezeigt werden. (V K. Schütte, hv L. Schedl, L. Poschizki, M. Wohlgezogen 2x und M. Gambel)

Auch die 77 Täubinnen(64j,13a) zeigten sich in der Qualität wieder wesentlich verbessert, eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Schausaison. Überwiegend feine Formentiere mit entsprechender Größe, Grundfarbe und Binden zeigten sich dem Betrachter. Unserer Zuchtfreund Lars Poschizki setzte hier mit seinen Tieren Maßstäbe. Eine hoch anzuerkennende züchterische Leistung. Alle die hier nicht mithalten konnten (Brustbreite, Brusttiefe, Grundfarbe, Bindenweiß und Bindentrennung) mussten Punktabzüge hinnehmen. (V L. Poschizki2x, hv L. Poschizki2x, F. Wittmann, K. Grychtol und L. Schedl)

Gegenüber der letzten HSS konnte der Farbenschlag Blau mit weißen Binden farbschwingig (34 1,0 und 36 0,1) die Qualität nicht halten. Auch wenn die Form und Größe in Ordnung waren, trennten hier Grundfarbe, Binden (Bindensaum, Bindentrennung und Bindenlage) die Spreu vom Weizen. Intensivere Saumfarbe und bessere Bindenlage und Bindentrennung wurden mehrfach in der Wunschspalte vermerkt. Fein in dieser Kollektion die Köpfe. Bei den 1,0 konnte leider kein V vergeben werden. (hv G. Streich 2x, L. Poschizki)

Die ausgestellten Täubinnen zeigten auch in dieser Kollektion eine bessere Form als ihre männlichen Vertreter. Auch wenn 2 Täubinnen mit der Note V besonders herausgestellt werden konnten, zeigten viele 95 Tiere Spitzenqualität, nur minimale Wünsche in den Binden ließen keine höhere Bewertungsnote zu. Nur 3 Täubinnen mussten der Note g vorliebnehmen.

Die gleichen Wünsche, die bei den 1,0 aufgezeigt wurden, wurden auch bei den Täubinnen vermerkt. Das lose Brust und Bauchgefieder ist weiter zurückgedränt worden. (V L. Poschizki, M. Militzer, hv H. Denzler, L. Poschizki)

Der Königsfarbenschlag, Blau-weißgeschuppt, ging mit 108 1,0 (91j u. 17a) in den Wettbewerb. Um zu den Preistieren zu gehören, mussten schon eine vorzügliche Form mit entsprechender Größe gezeigt werden. Dazu das Markenzeichen dieses Farbenschlages eine fehlerfreie Schuppung. Die Tiere mit Wünschen in der Brustbreite und oder Brusttiefe konnten hier kein sg mehr erreichen, auch solche mit grauen Schuppungssaum und ungleichmäßiger Schuppung (gerade im Herzbereich). Die Köpfe, im Allgemeinen schon verbessert, müssen z.T. noch männlicher werden. Ein Übel, Rost im Schuppungsweiß, ist wieder vermehrt aufgetreten und wurde entsprechend mit Punktabzug geahndet. Die Note b war hier die Konsequenz. Die V Tiere verkörperten das derzeit Machbare und waren eine eindrucksvolle Werbung für unsere Luchstauben. Feine Grundfarbe und perfekte Schuppung waren diesen Tieren eigen. Auch hier zeigten viele 95 Tiere Spitzenqualität. (V J. Windorfer 2x, P. Plendl, hv M. Hauser, F. Kuffer 2x)

Auch die 134 0,1 dieses Farbenschlages (121j u. 13a) zeigten in ihren Reihen wunderschöne Rassevertreter. Auch wenn bei einigen Tieren hier kritisch vermerkt werden musste, das Wünsche in der Gleichmäßigkeit der Schuppung, der Schuppungsovale und der Saumfarbe gefordert wurden. Das hohe Zuchtziel, eine vorzügliche Form mit feiner Grundfarbe und perfekter Schuppung zu vereinen, ist schon eine Meisterleistung. Auch in dieser Kollektion einige Tiere mit unsauberen Schuppungsweiß (Rost). Die Augenfarbe lag im Bereich der Standartvorderung. Die Köpfe gefielen mir insgesamt gesehen besser als bei den 1,0. (V M. Hauser, M. Ott, hv F. Kuffer, M. Ott, A. Pieper, K. Kiesewetter, A. Scharf, R. Plendl)

Der Farbenschlag, Blau-weißgeschuppt farbschwingig, war mit 52 Tieren präsent. Um hier zu den Gewinnern zu gehören, musste nicht nur die Form und Grundfarbe überzeugend sein, sondern auch die Zeichnung. Die ausgezeichneten Tiere geben uns die Richtung vor. Auch wenn diese in der Schuppung noch nicht an die Spitzentiere des weißschwingigen Farbenschlages heranreichen, ist der Abstand geringer geworden. Unser Zuchtfreund G. Voigt hatte hier die Messlatte sehr hochgelegt und war der Gewinner in diesem Farbenschlag. Auch das v Tier von S. Weiß konnte gefallen. Wünsche galten der Brustausformung in Breite und Tiefe sowie der Schuppung. Die Ausrundung der Schuppungsovale und die Gleichmäßigkeit des Saumes sind Baustellen für die Zukunft. (V G. Voigt, S. Weiß, hv g. Voigt 2x)

65 Käfige belegte der Farbenschlag Schwarz mit weißen Binden. Exzellente Formen mit feiner Grundfarbe und Binden waren darunter zu finden und zeigten den hohen Zuchtstand dieses Farbenschlages. Wünsche nach mehr Brustbreite und Brusttiefe, nach satterer glanzreiche Grundfarbe und nach besserer Bindentrennung und Bindenreinheit sorgten auch in dieser Kollektion für Abstufung. Die Grundfarbe sollte noch gleichmäßiger werden. Aufgehellte Grundfarbe hinter der 2. Binde ist ein Warnsignal und sollte in der Zuchtplanung berücksichtigt werden. Die durchgefärbte Ortfeder bleibt nach wie vor unser Zuchtziel. Auf gut abgedeckte Rücken ist weiter zu achten. Alle Spitzentiere stammten aus dem Schlag unseres Zuchtfreundes H. Wegerer. Hochachtung vor dieser züchterischen Leistung. (V H. Wegerer 2x, hv H. Wegerer 3x)

Die Qualität unserer 38 ausgestellten Schwarzen mit weißen Binden farbschwingig hat gegenüber unserer letzten HSS nachgelassen. Sie müssen insgesamt wieder kräftiger werden. Die Brustbetonung (Brustbreite und Brusttiefe) konnte bei vielen Tieren ausgeprägter sein. Eine weitere Baustelle ist die Bindenführung und Bindenreinheit. Hier wartet noch viele züchterische Arbeit. Vielleicht hätte das Ergebnis anders ausgesehen, wenn der sonst führende Züchter dieses Farbenschlages seine Käfige nicht leer gelassen hätte. Aus welchen Gründen auch immer. (hv H. Wegerer)

Die Schwarz-weißgeschuppten stellten einmal mehr mit 79 Tieren Ihre Beliebtheit unter Beweis und zeigten eine hohe Durchschnittsqualität. In gewohnter Weise überzeugende Formen mit feiner Grundfarbe und Schuppung. Und was die Bindenreinheit betrifft, ist hier enormes geleistet worden. Die zuchtstandsbezogene Bewertung hat uns hier wesentlich vorangebracht. Die herausgestellten V- Tiere sind eine Werbung für diesen Farbenschlag, was durch den Kontrast Schwarz-Weiß noch besonders unterstützt wird. Bei nur wenigen Tieren mussten Wünsche und Mängel in der Form, Grundfarbe und Schuppung aufgezeigt werden. Der Farbenschlag wird weiter seinen Erfolgsweg gehen. (V Ch. Dutschmann, J. Wenner hv W. Schubbert 2x, J. Borkenhagen, J. Wenner)

In der Kollektion Schwarz-weißgeschuppt farbschwingig konnten 58 Tiere begutachtet werden. Überragende Vertreter in der Spitze legten die Messlatte sehr hoch. Tiere mit Wünschen in der Form, Grundfarbe und Schuppung mussten Punktabzüge hinnehmen. Eine zielgerichtete, zuchtstandsbezogene Bewertung in den letzten Jahren hat wesentlich zum hohen Zuchtstand beigetragen. Auch in diesem Farbenschlag waren einige der mit 95 Punkten ausgezeichneten Luchstaube feine Rassevertreter. Da die Spitzentiere aus mehreren Zuchten stammen, lässt eine weitere Verbesserung der Qualität in der Zukunft erwarten. (V M. Guth, J. Jacob hv P. Chambon, M. Geinzer, J. Jacob)

Die Mannschaft der 45 Luchstauben Rot mit weißen Binden konnte formlich und von der Größe her betrachtet noch etwas zulegen. Wünsche nach mehr Brustbreite und Brusttiefe wurden richtungsweisend vermerkt. Was über den Wunschbereich hinausging ergab nur die Note g. In der Regel, fehlt Brustbreite und Brusttiefe, wirken die Tiere zu lang. Daraus resultiert der hohe Anteil von g-Noten. Selbst bei diesen Tieren traten schlecht abgedeckte Rücken auf. Aus den vorgenannten Gründen konnte in dieser Kollektion keine Höchstnote vergeben werden. Hier wartet noch viel Arbeit auf die Züchter dieses Farbenschlages. Dazu wünsche ich den Zuchtfreunden viel Erfolg. (hv D. Klausch, G. Glöckner, H. Auer).

42 Tiere Rot mit weißen Binden farbschwingig stellten sich der kritischen Bewertung des Preisrichters. Konsequent wurden hier in Fragen der Form, der Grundfarbe und Zeichnung Wünsche und Mängel aufgezeigt, die letztendlich zur Abstufung in der Kollektion führten. Nach wie vor bleibt die Schnabelfarbe eine Baustelle für die Zukunft. Zuchtziel muss der reine Wachsschnabel sein. Mehrere Tiere könnten in der Brustbreite und Unterlinie noch zulegen. Auch wenn die ausgezeichneten Tiere über Klasse Binden verfügten, mussten in der Kollektion Wünsche und oder Mängel im Bindenweiß, Bindenrand und Bindenlage aufgezeigt werden. Auch in diesem Farbenschlag einige Tiere, die den Rücken besser abdecken sollten. Wie beim gelben Farbenschlag, so auch hier, Tiere die in der Schwingen und Schwanzfarbe absetzten und Punktabzug erhielten. (V H. Westerwarp, St. Iding, hv L. Gierschner, H. Westerwarp, St. Iding)

Der Farbenschlag Rot-weißgeschuppt ist mit 85 Tieren zur Bewertung angetreten. Insgesamt muss eingeschätzt werden, das dieser Farbenschlag an Größe und Gewicht gegenüber den anderen Farbenschlägen noch zulegen muss. In dieser Kollektion konnten Tiere mit satter Grundfarbe, prima Schuppung und Kopfpunkten bewundert werden. Alle die in diesen Punkten nicht mithalten konnten, wurden mit Punktabzug bedacht. Tiere mit zu viel Farbstoff im Schild gehören nicht in den Ausstellungskäfig, obwohl diese für die Zucht durchaus wertvoll sein können. Absetzende Bauch- und Rückenfarbe wurde genauso wie schlecht durchgefärbte Schwanzfarbe mit Punktabzug bedacht. Ein Mustertier in Käfig-Nr. 866 vom Züchter w. Weidmann. Feine Form mit traumhafter Grundfarbe und gleichmäßiger Schuppung. (V W. Weidmann, hv W. Schubert, O. Carl, W. Weidmann)

Mit 30 Tieren zählt der Farbenschlag Rot-weißgeschuppt farbschwingig zu den seltenen Farbenschlägen. Was hier die wenigen Züchter geschafft haben fordert unseren Respekt. Die Schwierigkeiten in der Schwungfarbe, die immer wieder eine Gradwanderung darstellt, war bei den Preistieren mustergültig, wie auch die Größe und Form sowie Grundfarbe. Wünsche wurden vom Preisrichter nach mehr Unterlinie, Brustbreite und intensivere Schwingenfarbe aufgezeigt. Auch Probleme in der Schnabelfarbe mussten einige Male angemahnt werden. Klaus Beckmeier konnte hier den Förderpreis des SV-Vorsitzenden W. Dubrau erringen. (V K. Beckmeier, hv O. Carl)

Der Farbenschlag Gelb mit weißen Binden war mit 45 Tieren recht zahlreich vertreten. Das in diesem Farbenschlag die Höchstnote nicht vergeben werden konnte, spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn die hv-Tiere den formlichen Ansprüchen genügten, musste vermehrt der Wunsch nach mehr Brustbreite und oder Brusttiefe geäußert werden. Wünsche in der Gleichmäßigkeit der Grundfarbe, Bindenreinheit, Bindenlage und Bindentrennung führten ebenfalls zu Abstufungen. Zeichnung im Herz- und Schildbereich sind weiter zurück zu drängen. Es wartet noch viel Arbeit, bis wir den Anschluss an die farbschwingigen Vettern vollzogen haben. Eine Anleihe an diesen Farbenschlag würde hier fruchten. Der weiße Schwung kommt relativ schnell wieder. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. (hv B. Fuchs, H. Wegerer)

Gelb mit weißen Binden farbschwingig (62 Tiere), ein Farbenschlag der schon lange nicht mehr zu den Seltenen gehört, brachte viel Licht aber auch viel Schatten zu Tage. Obwohl die Ausgezeichneten durch prima Form und Grundfarbe sowie Binden auffielen, zeigten sehr viele Tiere absetzende Schwung- und Schwanzfarbe. Bei einigen hätte hier ein Mängeleitrag erfolgen sollen. Eine Baustelle für die Zukunft. Geringfügige Abweichungen sind nach wie vor als Wunsch zu deklarieren, aber bitte, wenn es darüber hinaus geht, ist keine sg- Bewertung gerechtfertigt. Auch das Thema Rückenabdeckung ist in diesem Farbenschlag nicht außer Acht zu lassen. Auch der Wunsch nach durchgefärbten Schwanzgefieder musste hier auch wieder angemahnt werden. Kopf und Schnabelfarbe lagen überwiegend im Toleranzrahmen. Eine orangefarbene Augenfarbe ist unsere Zielstellung. (V H. Wegerer, N. Demleitner, R. Hamann, hv W. Pischke, N. Demleitner, P. Halipre, J. Beck)

73 Gelb-weißgeschuppte Luchstauben zeigten feine Formen, Grundfarbe und Schuppung. Form und Größe waren sehr ausgeglichen ohne große Ausfälle. Auch die Grundfarbe ohne Fehl und Tadel, sehr gleichmäßig. Wünsche in der Schwanzfarbe wurden zuchtstandbezogen bewertet. Im Schuppungsweiß, Ausrundung der Schuppungsovale und der Schuppung des Herzbereiches traten Wünsche und Mängel auf, die letztendlich die Abstufung innerhalb der Kollektion ausmachten. Die herausgestellten Tiere demonstrierten den hohen Zuchtstand dieses Farbenschlages. Eine Werbung für diesen Farbenschlag. (V H. Schlosser 2x, hv J. Weber)

Der Farbenschlag Gelb-weißgeschuppt farbschwingig stellte sich mit 45 Tieren dem Urteil des Sonderrichters. Ein Farbenschlag der sich in der Qualität von Jahr zu Jahr verbesserte. Wenn auch auf der letzten HSS die hohe Qualität hervorgehoben wurde, ist eine weitere Steigerung eingetreten. Formlich keine Ausfälle, sorgten schon kleine Differenzen in der Zeichnung und Schwungfarbe für Abstufungen. Die Tiere des Züchters L. Schedl setzten, wie schon in der Vergangenheit, so auch auf dieser HSS, Maßstäbe. Der mit V bewertete Jungtäuber des Züchters ist für diesen Farbenschlag, selbst in Schuppung und Schwingenfarbe, eine Ausnahmeerscheinung. Für mich persönlich das schönste Tier bei den „bunten“ Farbenschlägen. Meine Anerkennung für diese züchterische Leistung. (V L. Schedl, hv L. Schedl 4x)

Zum Schluss meines Berichtes möchte ich mich besonders bei unseren Preisrichtern für die kameradschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Freuen wir uns auf ein Wiedersehen zur 56. Hauptsonderschau vom 07.-10. 01.2021 in Neudrossenfeld. Allen Sonderrichtern des Sondervereins bitte ich diesen Termin vorzumerken, es wird jeder SR dringend gebraucht.

                                                                                   Alwin Herrmann